Mit 2G+ und vielen Regeln: So war es auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt

Mit 2G+ und vielen Regeln: So war es auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt
In der Vorweihnachtszeit wird der Ulmer Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz, direkt vor dem höchsten Kirchturm der Welt, zum Mittelpunkt der Stadt. (Bild: Privat)
WOCHENBLATT
Redaktion

Es ist einer der letzten geöffneten Weihnachtsmärkte im Bundesland. NOCH! Denn auch der Ulmer Weihnachtsmarkt steht kurz vor der Schließung. Deshalb nutzen viele jetzt ihre letzte Chance auf den Weihnachtsmarktbesuch. Wir vom Wochenblatt haben es getestet! Wie sehr kann man Glühwein, Geselligkeit und Co. unter Corona-Bedingungen genießen?

Spontan setzen wir uns ins Auto und ab auf den Weihnachtsmarkt. Schließlich pilgern gerade Besuche aus allen Richtungen des Landes auf den Ulmer Weihnachtsmarkt. Viele Alternativen gibt es schließlich nicht. Die meisten Weihnachtsmärkte wurden abgesagt. Aus Infektionsschutzgründen nicht verantwortbar, heißt es von den meisten Veranstaltern und Städten.

Ulmer Weihnachtsmarkt soll Freitag schließen

In Ulm darf der Weihnachtszauber noch stattfinden. Doch auch hier sind die Händler angezählt. Ministerpräsident Kretschmann hat angekündigt, dass ALLE Weihnachtsmärkte des Landes bis Freitag schließen müssen. Damit könnte heute Abend auch in Ulm Schicht im Schacht sein. Doch noch ist es nicht soweit. Unser Mitarbeiter wollte wissen, ob es sich lohnt, jetzt noch extra in die Schwabenmetropole zu fahren.

Viel Wartezeit auf dem Weg zu Bratwurst und Besinnlichkeit

Von der Redaktion aus bis mitten hinein ins Glühwein-Eldorado dauerte es allerdings. Zuerst eine dreiviertel Stunde Autofahrt. Dazu die Parkplatzsuche und dann: Anstehen. Bevor man aufs Gelände des Marktes darf, heißt es warten. Da die Kapazität von 4000 Menschen gleichzeitig auf dem Areal nicht überschritten werden darf, kann es in der Glühwein-Rushhour schonmal dazu kommen, dass erst Besucher den Markt verlassen müssen, bis neue reindürfen.

Es folgt die Registrierung via App, das Herzeigen des Impfnachweises (oder die Bestätigung, dass man genesen ist) und des aktuellen Test-Nachweises. Ausweis natürlich nicht vergessen. Wir empfehlen den Besuch daher mit einem wirklich guten Freund oder einem Partner zu bestreiten, mit dem man sich richtig gut versteht. Sonst wird es ganz schön öde in der Schlange. Und kalt! Deshalb unbedingt warm einpacken!

Flanieren mit Maske

Endlich angekommen auf dem Weihnachtsmarkt recken wir die Nase in die Höhe, um den Geruch von gebrannten Mandeln und anderen Leckereien zu inhalieren. Die Nasenflügel blähen sich, doch da kommt erstaunlich wenig im Riechorgan an. Liegt am Mund-Nasen-Schutz. Denn auf dem ganzen Markt-Gelände gilt Maskenpflicht. Logisch. Trotzdem bissle ungewohnt. Zum Essen und Trinken kann man sie natürlich abnehmen.

Ob Glühwein oder Punsch: Es wird wohl der Letzte für dieses Jahr auf einem Weihnachtsmarkt gewesen sein.
Ob Glühwein oder Punsch: Es wird wohl der Letzte für dieses Jahr auf einem Weihnachtsmarkt gewesen sein. (Bild: Privat)

Der Glühwein wirkt Dank Maskenpflicht recht lange nach aber die Lichter, die so sehr zur Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt beitragen, funkeln genau wie immer. Als ob es kein Corona gäbe. Und auch die Weihnachtsmusik gibt sich aller größte Mühe die Besucher in eine weihnachtliche Stimmung zu versetzen.

Fazit: So fühlt sich der Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen an

So ist das also. Weihnachtmarkt 2021. Wir finden: Es ist anders als in den vergangenen Jahren. Klar. Die Unbeschwertheit ist weg. Aber so ein bisschen Weihnachtsstimmung kriegt man auch mit 2 G Plus hin. Wenn aus dem 2 G Plus ein 2 G-lühwein Plus wird, vielleicht sogar ein bisschen mehr. Schade, dass auch diese Möglichkeit bald rum ist.