Meine Welt – Ein Kunstweg von Menschen mit Handicap

Meine Welt – Ein Kunstweg von Menschen mit Handicap
Jeder der Kunstschaffenden bekam eine Rose überreicht. In der Mitte Andrea Striedacher, Leiterin des KuBiQu. (Bild: Stiftung Liebenau)
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Redaktion

Ravensburg – Mit einer ganz besonderen Vernissage präsentierten sich Künstler des Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrums (BBF) KuBiQu der Stiftung Liebenau, zusammen mit der Arche Ravensburg, im innovativen KUP-Zentrum.

24 großformatige Bilder schmücken das Foyer in der Parkstraße 40. Das besondere an ihnen ist, dass sie von Menschen mit Behinderungen im Rahmen ihrer Tagesförderung geschaffen wurden. Zusammen mit der Kunsttherapeutin Martina Linder entstanden dabei intuitive Gemälde, die größtenteils abstrakt erscheinen.

Phantasievolle Namen

Die Bilder tragen Namen wie „Schwebe“, „Spurensuche“, „Der Ritter mit dem blauen Helm“ oder „Innen- und Außenräume“ und luden die über 100 Besucher zum Staunen ein. Sie bewunderten die kreativen Leistungen und besonderen Gaben der Künstler, die unter lautem Applaus jeweils eine Rose überreicht bekamen.

Tempo machen für Inklusion

Dies ist das Motto des diesjährigen Aktionstags zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen. Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe, wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass „die Mitarbeitenden der Stiftung Liebenau tagtäglich ihren Beitrag zur Inklusion leisten“ und freut sich, dass diese Ausstellung mitten im KUP zu sehen ist. „Zu einem guten Leben gehört mehr als nur reines Nützlichkeitsdenken. Denn auch das sinnliche Erleben und die Kunst sind wichtiger Bestandteil für alle Menschen.“

Rückwirkung auf Körper, Geist und Seele

Andrea Striedacher, Leiterin des BBF freute sich, dass mit dieser Ausstellung die Beschäftigten zu Künstlern wurden. „Und das hier im KuBiQu. Denn KuBiQu heißt Kunst und Bildung im Quartier- und genau das haben wir gemacht und präsentieren unser Projekt nun hier“, so Striedacher. Der kreative Akt auf der Leinwand, zusammen mit verschiedenen Gewürzen wie Kurkuma und Zimt, „ist nicht nur eine Bereicherung für die Beschäftigten, sondern hat auch eine Rückwirkung auf Körper, Geist und Seele“.

(Pressemitteilung: Stiftung Liebenau)