Mehr als 1000 erfolgreiche roboter-gestützte Operationen in der Chirurgie, Gynäkologie und Urologie 

Mehr als 1000 erfolgreiche roboter-gestützte Operationen in der Chirurgie, Gynäkologie und Urologie 
Seit zwölf Jahren operieren Urologen, Gynäkologen und Allgemeinchirurgen des Klinikum Friedrichshafen roboter-assistiert. Ganz aktuell sind es (von links): Priv.-Dor. Dr. Thorsten Lehmann, Dr. Carsten Sippel, Anett Farkas (OTA) und Dr. Hans-Walter Vollert. (Bild: MCB)
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Redaktion

Friedrichshafen (MCB) – Im OP-Saal V des Klinikums wartet neben Chefarzt Dr. Carsten Sippel, dem Anästhesisten und den Assistenten auch der OP-Roboter Da Vinci auf den Patienten, dem heute nicht nur seine komplette Harnblase entfernt wird, sondern im gleich Zug auch eine neue „gebaut“ werden soll.

Und das alles, ohne großen Schnitt, sondern vielmehr minimalinvasiv und roboter-assistiert. „Für die neue Harnblase benötigen wir etwa 40 Zentimeter des Dünndarms des Patienten, die wir während des Eingriffs an der Durchblutung lassen und im Bauchraum daraus eine Art W formen. Aus dem Körpereigenen Gewebe des Patienten wird dann die neue Harnblase.

Die beiden Harnleiter werden im oberen Anteil implantiert und der untere Anteil wird mit der Harnröhre oberhalb des Schließmuskels verbunden“, erklärt der Urologe Dr. Sippel. Vier bis sechs Stunden dauert eine solche „Neoblasen“-OP mit dem Da Vinci und der Patient ist danach wesentlich schneller wieder auf den Beinen, als bei jeder anderen OP-Art.

Belegen lässt sich das auch mit der stationären Aufenthaltsdauer: Sind es normalerweise mindestens 14 Tage, die der Patient nach einem solchen Eingriff im Krankenhaus bleiben muss, kann er nach einem erfolgreichen Neoblase-da-Vinci-Eingriff die Klinik bereits nach rund einer Woche verlassen.

Seit 2010 wird im Da-Vinci-Zentrum des Klinikums Friedrichshafen roboter-assistiert operiert. Waren es vor zwölf Jahren ausschließlich die Urologen, die einen Teil ihrer Patienten mit Unterstützung des OP-Roboters therapierte, so arbeiten mittlerweile auch die Allgemeinchirurgen und Gynäkologen mit dem da-Vinci.

Und die Zahl der verschiedenen Eingriffsmöglichkeiten wird durch die hohe Expertise der Operateure ständig größer. Der hochmoderne vierarmige OP-Roboter im OP-Saal V des Klinikums ist bereits die zweite Generation, welche im Klinikum genutzt wird.

Mit dem da Vinci® Xi Surgical System stehen Chirurgen, Gynäkologen und Urologen ein verbessertes Instrumentarium, ein noch besseres Endoskop sowie bewegliche Instrumententräger, die eine noch einfachere und für die Patienten schonendere Operation ermöglichen, zur Verfügung. Der flächendeckende Durchbruch der robotischen Assistenzsysteme, der in Deutschland lange aufgrund fehlender Finanzierung auf sich warten ließ, ist nun nicht mehr aufzuhalten.

In der Region Bodensee-Oberschwaben wurde die Entwicklung in Friedrichshafen schon vor zwölf Jahren antizipiert. Daher gibt es hier eine enorme Erfahrung, die sich auch durch den Kreis der Operateure, die sich mittlerweile über ein Jahrzehnt mit diesem Thema befassen, in besonderer Weise bündelt.

Prostataentfernung, Nieren-Teilresektion, Nierenbecken-Plastiken und mehrere weitere urologische Indikationen sind mit dem Da Vinci im Klinikum Friedrichshafen möglich: „International ist die Da-Vinci-Chirurgie alternativlos und wird seit Jahren voran getrieben“, so Dr. Sippel, der seit sieben Jahren im Klinikum Friedrichshafen roboter-assistiert operiert und über 500 minimal-invasive Prostataentfernungen mit dem OP-Roboter vorgenommen hat.

Die kontinuierliche interne Fortbildung garantiert höchste OP-Qualität im gesamten Team des Da-Vinci-Zentrums.

„Wir setzen bei sämtlichen Reflux-Eingriffen auf den Da Vinci“, erklärt Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann. Tumorchirurgische Patienten seiner Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden aber auch dann roboter-assistiert operiert, wen es um Tumore in Magen, Bauchspeicheldrüse, Dick- oder Enddarm geht.

Gynäkologische Patienten mit Endometriose oder Uterusfehlbildungen werden im Klinikum von Chefarzt Dr. Hans-Walter Vollert oder Oberarzt Dr. Alexandru Armion mit dem Da Vinci operiert. Auch sie sind von den Möglichkeiten des hochmodernen Gerätes mit seinen millimetergenau zu steuernden vollbeweglichen Greifarmen überzeugt.

Und dass „das Gerät nur so gut sein kann, wie die Operateur“, wissen auch die Patienten des Da Vinci-Zentrums Friedrichshafen seit langem. Mit über 12 Jahren Erfahrung in dieser für den Patienten schonenden Technik der operativen Versorgung haben unsere Operateure aus den verschiedenen Fachbereichen eine der höchsten Expertisen hierfür in ganz Deutschland.

(Pressemitteilung: Medizin Campus Bodensee)