Bregenzer Festspiele 2022 sind eröffnet „Madame Butterfly“ feiert Premiere auf der weltweit größten Seebühne

„Madame Butterfly“ feiert Premiere auf der weltweit größten Seebühne
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“ (Bild: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler)

Freier Redakteur
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Bregenz – „Das Spiel kann beginnen.“ Ist dieser Satz in den Kulturstätten der Vorarlberger Landeshauptstadt häufiger als sonst zu hören, so ist klar: Es ist wieder Festspielzeit. Am Mittwoch (20. Juli) hat Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen die 76. Bregenzer Festspiele eröffnet.

Bei der Feier im Festspielhaus, die von den Wiener Symphonikern musikalisch umrahmt wurde, waren zahlreiche prominente Gäste aus dem In- und Ausland anwesend – darunter auch der Schweizer Bundespräsident Ignazio Cassis. Anschließend gab es auf dem Vorplatz nach zwei Jahren Corona bedingter Pause wieder den traditionellen Volksempfang.

Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“ (Bild: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler)
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“ (Bild: Bregenzer Festspiele / Karl Forster)

In der diesjährigen Festspielsaison, die bis 21. August dauert, stehen rund 80 Veranstaltungen auf dem Programm, für die etwa 220 000 Karten aufgelegt wurden. Auftakt des Festivals ist heute Abend die Premiere von Giacomo Puccinis Oper „Madame Butterfly“, die erstmals auf der Seebühne in Bregenz zu sehen ist. Für die 26 Aufführungen standen 189 000 Karten zur Verfügung, von denen aber zum jetzigen Zeitpunkt bereits 95 Prozent verkauft sind, wie Axel Renner, Pressesprecher der Bregenzer Festspiele, auf Anfrage mitteilte. Für Termine im August gebe es allerdings noch Tickets für das Spiel auf dem See.

Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“ (Bild: Bregenzer Festspiele / Karl Forster)
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“ (Bild: Bregenzer Festspiele / Karl Forster)

Und darum geht es in der Puccini-Oper: Die japanische Geisha Cio-Cio-San, genannt „Butterfly“, schwelgt im Glück, als der amerikanische Marineleutnant Pinkerton sie zur Frau nimmt. Aber schon kurz darauf bringt ein Kriegsschiff den Soldaten zurück in seine Heimat. Welten und Werte prallen aufeinander, denn während sich Pinkerton frei fühlt und eine Amerikanerin heiratet, wartet Butterfly voller Liebe und Sehnsucht drei Jahre lang auf die Rückkehr ihres Mannes – zusammen mit dem gemeinsamen Kind. In der berühmten Arie „Un bel dì vedremo“ malt sie sich in schillernden Farben den Tag aus, an dem der Geliebte wieder vor ihr steht. Doch dann taucht Pinkerton an der Seite seiner amerikanischen Frau auf, und Cio-Cio-San fällt eine unumstößliche Entscheidung.

Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“
Beeindruckendes Bühnenbild: Eine Szene aus den Proben zu „Madame Butterfly“ (Bild: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler)

Tragisch endende Liebe auch im Festspielhaus

Starke Emotionen, russischer Lokalkolorit und große Chorszenen erwartet die Besucherinnen und Besucher auch in „Sibirien“, eine Oper von Umberto Giordano, die am Donnerstagabend (21. Juli) Premiere im Festspielhaus feiert. Zwei Frauenschicksale auf der Seebühne und im Festspielhaus, zwei Mal experimentelles Musiktheater auf der Werkstattbühne, zwei Schauspiel-Klassiker und erstmals zwei Opernstudio-Inszenierungen in derselben Saison, darüber hinaus große und kleine Konzerte vom Feinsten: Die Festivalsaison 2022 bietet ein breit angelegtes Programm.

Szene aus der Oper „Sibirien“, die am Donnerstag im Festspielhaus Premiere feiert.
Szene aus der Oper „Sibirien“, die am Donnerstag im Festspielhaus Premiere feiert. (Bild: Bregenzer Festspiele/Karl Forster)
Szene aus der Oper „Sibirien“, die am Donnerstag im Festspielhaus Premiere feiert.
Szene aus der Oper „Sibirien“, die am Donnerstag im Festspielhaus Premiere feiert. (Bild: Bregenzer Festspiele/Karl Forster)

Dem Start des diesjährigen Sommerfestivals dürften die vielen Mitwirkenden ebenso wie das Organisationsteam in besonderer Weise entgegengefiebert haben. Schließlich herrscht bei den Festspielen nach zwei Jahren Corona-Pandemie in dieser Saison wieder Normalbetrieb. Nachdem 2020 noch alle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, konnte das Festival im vergangenen Jahr mit diversen Einschränkungen durchgeführt werden.

Szene aus der Oper „Sibirien“, die am Donnerstag im Festspielhaus Premiere feiert.
Szene aus der Oper „Sibirien“, die am Donnerstag im Festspielhaus Premiere feiert. (Bild: Bregenzer Festspiele/Karl Forster)

Aber auch unter den Kulturinteressierten in den Anrainerländern des Bodensee und darüber hinaus ist die Vorfreude groß, sie können in den kommenden fünf Wochen aus einem vielfältigen und anspruchsvollen Programm auswählen. Nahezu zwei Drittel der Festspiel-Besucherinnen und -Besucher kommen aus Deutschland, fast ein Viertel aus Österreich, etwa jede(r) zehnte aus der Schweiz oder Liechtenstein und immerhin noch drei Prozent aus anderen Ländern.

Trailer zu „Madame Butterfly“ (bei YouTube):

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Info:

Die Bregenzer Festspiele 2022 finden von 20. Juli bis 21. August 2022 statt, Tickets und Informationen unter www.bregenzerfestspiele.com sowie Telefon 0043 5574 4076.

Der Röntgenblick ins Innere der Festspielbühne: https://vtour2022.bregenzerfestspiele.com/