Lindauer Seniorin von angeblichem Bankbeamten um hohen Geldbetrag gebracht

Lindauer Seniorin von angeblichem Bankbeamten um hohen Geldbetrag gebracht
Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten zu Kundenkonten heraus. (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Lindau (pr/le) – Seit letztem Dezember hat eine 83-jährige Frau aus Lindau immer wieder Anrufe eines angeblichen Bankmitarbeiters ihrer Hausbank erhalten. Der Anrufer hatte sie im Laufe der Zeit überredet, einem in eine finanzielle Notlage geratenen Mann vorübergehend Geld zu leihen. Wie die Polizei mitteilte, bezahlte sie in mehreren Überweisungen nach und nach einen mittleren fünfstelligen Betrag auf ein deutsches Konto.

Echter Bankbeamter wurde misstrauisch

Als sie einen weiteren vierstelligen Betrag wegen angeblicher Gewinnspielausstände auf ein englisches Konto transferieren wollte, wurde ein echter Bankmitarbeiter misstrauisch und informierte die Kriminalpolizei. Die Kripo Lindau hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei rät

  • Seriöse Unternehmen nehmen keinen unaufgeforderten Kontakt zu Ihnen auf. Sollte sich ein vorgeblicher Mitarbeiter melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf.

  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten heraus.

  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.

Falls Sie betroffen sind:

  • Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet. Ändern Sie über einen zweiten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter.

  • Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen.

  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurückholen können.

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

  • Bitte sprechen Sie auch mit Verwandten, Bekannten und Ihren Nachbarn über das Phänomen.

(Pressemitteilung: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)