Walter Sittler ermittelt Liebeswahn am Bodensee

Liebeswahn am Bodensee
Robert Anders (Walter Sittler) gerät im Auftaktfilm zur neuen Krimireihe „Der Kommissar und der See“ ins Visier der Ermittlungen. (Bild: ZDF/Patrick Pfeiffer)
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Redaktion

TV-Kommissar Robert Anders (Walter Sittler) wurde in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Die gute Nachricht – als Ex-Polizist kehrt er aus Schweden in seine geliebte alte Heimat an den Bodensee zurück und wird just in einen Krimifall involviert.

Der pensionierte Kommissar Robert Anders ist aus Gotland in seine alte Heimat an den Bodensee zurückgekehrt und wie es nicht anders sein kann, gerät er in den Fokus von Mordermittlungen. Im Nachfolgeformat zu „Der Kommissar und das Meer“ ermittelt Anders in Zukunft einmal pro Jahr von Lindau aus.

Gefühle stehen im Raum

Zum Inhalt: Die Leiche der 15-jährigen Lea Cordes wird im Bodensee treibend gefunden. Robert Anders war der Letzte, der Lea noch lebend gesehen hat, und gerät dadurch in den Fokus der Ermittlungen der jungen Polizeikommissarin Annika Wagner (Nurit Hirschfeld). Annikas Mutter, Johanna Wagner, ist Robert Anders große Jugendliebe. Die beiden nähern sich wieder an, das alte Gefühl von Nähe und Vertrautheit kehrt zurück. Der Ex-Freund des Opfers, Dennis Felber, gerät unter Verdacht, doch letztendlich führt Robert Anders Suche nach dem Täter, abseits der klassischen Ermittlungen der Polizei, in eine ganz andere Richtung.

Der Fernsehfilm „Der Kommissar und der See – Liebeswahn“ wird am Montag, 3. Oktober, 20.15 Uhr, im ZDF ausgestrahlt – in der Mediathek ist er schon zu sehen. Die Dreharbeiten für den ZDF-Fernsehkrimi fanden übrigens letzten Herbst in Lindau, Hamburg und Umgebung statt. Drehbuch: Jürgen Werner. 

ZDF-Interview mit dem Schauspieler Walter Sittler. Die Fragen stellte Claudia Maxelon

„Der Kommissar und der See“ zeigt Kommissar Anders in seiner alten Heimat am Bodensee. Wie haben Sie mit dem Regisseur gearbeitet? Über die Figur wussten Sie ja mehr als er.

Den Kommissar Anders kenne ich nun ziemlich gut, er ist mir auch sehr nah. Dennoch: Den Kommissar in Rente mussten wir erst noch entdecken. Zum Beispiel: Wie kann er mit den verantwortlichen Kollegen umgehen, und schmerzt ihn die abhanden gekommene Wichtigkeit, oder erleichtert es ihn? Möchte er nach einem langen Leben in Ruhe gelassen werden oder interessieren ihn die Menschen weiterhin ungebremst in all ihrer Undurchsichtigkeit?

Hätten Sie gedacht, dass die Reihe „Der Kommissar und das Meer“ so ein Erfolg wird? Was gefällt Ihnen am besten an dem Film, der die Rückkehr des pensionierten Ermittlers zu seinen Wurzeln zeigt?

Ein neuer Film ist immer ein wenig ein Griff in die Dunkelheit – man weiß nie genau, was herauskommt. Ich bin glücklich, dass es gut gegangen ist und wir so lange weiterdrehen konnten. An dem neuen Format gefällt mir besonders die Konfrontation mit der Vergangenheit, mit den Freunden von früher und die Möglichkeit, einer wunderbaren jungen Kommissarin (und Kollegin) mit dem Wissen der Erfahrung helfen zu können, ohne sie zu verdrängen.

Inwiefern unterscheidet sich der Nachfolger von der Gotland-Reihe?

Die formalen Unterschiede sind: Wir drehen nicht mehr auf Gotland, und der ehemalige Kommissar ist nicht mehr „auf der Brücke“ – um es mal so auszudrücken.

Was hat Sie persönlich am Bodensee am meisten begeistert?

Mich begeistert die Ruhe und gleichzeitige Unberechenbarkeit des Sees, wie des Meeres auch. Die Kraft des Wassers, das schnell wechselnde Wetter, der Nebel, das Glitzern auf den Wellen bei Sonnerschein – einfach alles.

Haben Sie einen Geheimtipp?

Gehen Sie an einen ruhigen Ort, wo Sie ungestört sind. Schauen Sie auf‘s Wasser, gehen Sie schwimmen und genießen Sie diese umarmende Stille (so Sie einen Ort dafür finden.)

Kommissar Anders nimmt sich in dem Film eines Dealers an. Ihre Frau und Sie haben drei Kinder großgezogen. Wie geht man als Eltern damit um, wenn im Umfeld der eigenen Kinder Dealer auftauchen?

Für uns war es wichtig, dass unsere Kinder nicht verführbar werden – weder politisch noch emotional – sondern wissen, was ihnen guttut und dass ein offener, selbstbewusster Umgang das beste Mittel ist, um ein gutes Leben zu führen.

(Quelle: ZDF)