Landtagswahl: Kandidaten vom Bodensee stellen sich Fragen der jungen Unternehmer

Landtagswahl: Kandidaten vom Bodensee stellen sich Fragen der jungen Unternehmer
Kandidaten vom Bodensee stellen sich Fragen der jungen Unternehmer: Martin Hahn (B90/dieGrünen), Jasmina Brancazio (SPD), Klaus Hoher (FDP) und Dominique Christine Emerich (CDU)

Freier Redakteur
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Region Ravensburg/Bodensee (dpi) – Am 14. März ist es soweit: Die Landtagswahl 2021 steht an. Nach Schätzung des Statistischen Landesamtes sind ca. 7,7 Millionen Baden-Württemberger dazu aufgerufen ihre Stimme abzugeben. Philipp Gotterbarm von den Wirtschaftsjunioren Bodensee-Oberschwaben hat sich die Kandidaten des Bodenseekreis von CDU, SPD, Grünen und FDP vorgeknöpft und Ihnen einige Fragen zu ihren Visionen des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg gestellt.

Kandidatin der CDU

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Dominique Christine Emerich, 38 Jahre alt, geboren im Kreis Heilbronn

Die junge Unternehmerin Dominique Emerich tritt im Bodenseekreis zur Landtagswahl an. Seit fast 20 Jahren ist der Bodensee ihr Zuhause. Ans „schwäbische Meer“ hatte sie damals ihr Jura Studium in Konstanz gezogen. Mittlerweile ist sie seit 8 Jahren im Bereich Umwelt- und Wasserrecht selbstständig und wohnt in Immenstaad.

Den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg möchte Emerich mit Wasserstoff voranbringen. Die Automobilbranche müsse eine Transformation schaffen, damit Baden-Württemberg auch weiterhin „Mutterland des Automobils“ bleiben könne.

In Sachen Digitalisierung will Emerich das Land ebenfalls voranbringen. Eine flächendeckende 5G und Glasfaserinfrastruktur seien einer der Grundbausteine um die Wirtschaftskraft im „Ländle“ beizubehalten. Die handwerklichen Ausbildungsmöglichkeiten zum „Meister“ möchte sie unter anderem gleichgesetzten mit der einer akademischen Ausbildung. „Irgendjemand müsse ja den Akademikern ein Waschbecken einbauen können“ sagt sie.

Warum junge Unternehmer, Fach- und Führungskräfte ihr die Stimme geben sollten, fragt Philipp Gotterbarm von den Wirtschaftsjunioren im Interview mit Dominique Emerich nach.

Kandidat der FDP

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Klaus Hoher, 53 Jahre alt, geboren in Überlingen

Der selbstständige Landwirt und Gastronom Klaus Hoher sitzt für die Freien Demokraten (FDP/DVP) seit 2016 im Landtag von Baden-Württemberg. Auf seiner landespolitischen Agenda stehen Ländlicher Raum und Verbraucherschutz ganz oben. Bildung, berufliche Bildung und Sportpolitik seien für ihn ebenfalls noch 3 wichtige Themen.

Die einseitige Elektromobilität im Verkehrswesen hält er für einen Irreweg. Um die Verbrennermotoren käme man auf kurze und lange Sicht nicht drumherum. Im „leichten Verkehr“, also für Autos mit wenig Gewicht und für kurze Strecken, sieht er den elektronischen Batteriebetrieb als gute Alternative. Für größere Strecken und schwerere Fahrzeuge solle man die Rolle der Ressourcennutzung beachten.

Ein großes Problem sieht er aktuell auch im Umgang der Regierung mit der Corona Pandemie. Auch den Wohlstand in Baden-Württemberg sieht er bedroht. Es brauche zuverlässige Hilfen. In der Bürokratie sieht er ebenfalls ein großes Hindernis. Innovative Erfindungen würden oft an bürokratischen Hürden scheitern, das möchte er ändern.

Kandidat der B90/dieGrünen

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Martin Hahn, 57, geboren in Stockach

Martin Hahn ist seit 11 Jahren im Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg. Der Grünenpolitiker war vor seinem Amtsantritt als Landtagsabgeordneter langjähriger selbstständiger Landwirt. Seine Kernthemen sind Wirtschaft und ländlicher Raum. Er ist zudem Vorsitzender des Agrarausschusses des Landtags.

Er steht für „Klimaschutz und Innovation“. Ohne die Unternehmer seien Krisenbewältigungen wie der Klimaschutz nicht möglich. Im Interview mit Philipp Gotterbarm von den Wirtschaftsjunioren Bodensee-Oberschwaben erzählt Hahn über seine Position in Sachen in Wirtschaft.

Der 57-jährige ist sich sicher, dass die Baden-Württemberger Wirtschaft vor großen Herausforderungen steht, die man nur gemeinsam bewältigen kann. Hahn fordert klar, dass Produkte der Wirtschaft aus dem Ländle auch weiterhin eine Rolle im Weltmarkt spielen sollen. Aber auch in den größten Bereichen der Wirtschaft im Land: der Automobilbranche, Maschinenbau und Elektrotechnik stehen Veränderungen an, die er Hand in Hand mit den Unternehmern bewältigen will.

Kandidatin der SPD

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Jasmina Brancazio, 35, geboren in Friedrichshafen

Die 35-jährige studierte Politikwissenschaften und Psychologie und arbeitet derzeit bei der Arkade in Friedrichshafen als Projektleiterin. Sie hat zwei Kinder die in der Grundschule sind.

Brancazio zeigt als modern und offen für Veränderungen. Mit ihrer beruflichen und unternehmerischen Erfahrung wisse sie, wie wichtig es sei „alte Denkmuster und Strukturen“ zu überwinden. „Gute Bildung ist die Voraussetzung für erfolgreiches Handeln“ sagt die SPD-Landtagskandidatin. Die Digitalisierung im Land müsse wenn es nach Brancazio geht, viel schneller vonstattengehen, schließlich käme man diesem Thema in fast keinem Bereich mehr aus dem Weg.

Den Wirtschaftsstandort Bodensee und Oberschwaben sieht sie als sehr wichtig an. Es gäbe aber nocht Luft nach oben erzählt sie im Interview mit den Wirtschaftsjunioren. Auch sie sieht, dass die Wirtschaft vor großen Herausforderungen steht. Man müsse die Transformation nun sinnvoll lenken.

In Sachen Klimaschutz sieht sie aber nicht nur die Herausforderungen vor denen die Wirtschaft steht, sondern sieht auch hier Chancen, wie man den Wohlstands- und Wirtschaftsstandort rund um das liebevoll genannte „Schwäbische Meer“ stärken kann.