Landschaftserhaltungsverband ehrt die Gewinner des Naturwettbewerbs „Immer am Rand, meistens verkannt!“

Landschaftserhaltungsverband ehrt die Gewinner des Naturwettbewerbs „Immer am Rand, meistens verkannt!“
Randflächen der Feldflur im Mittelpunkt: Bei der Preisverleihung zum Naturwettbewerb des Landschaftserhaltungsverbandes Landkreis Biberach e.V. (LEV) übergaben die Laudatoren Urkunden und Preise an die Gewinner. Von links nach rechts: Peter Sary, Harald Mang mit Sohn, Bürgermeister Andreas Schneider, Martin Büche, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, Erich Lamers, Otto Embacher, Nicole Hölz, Lore Eisele und der Erste Landesbeamte Walter Holderried. (Bild: Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach e.V.)
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Redaktion

Biberach – Der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach e.V. (LEV) hat die Gewinner des Naturwettbewerbs „Immer am Rand, meistens verkannt“ ausgezeichnet. An dem Wettbewerb hatten sich im Frühjahr 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligt, 38 ökologisch wertvolle Randflächen vorgestellt und für den Preis vorgeschlagen.

Zu den Teilnehmern des Wettbewerbs gehörten Landwirte, Gemeinden, Vereine und Privatpersonen. 20 von ihnen sowie die Bürgermeister von Langenenslingen und Moosburg, Andreas Schneider und Klaus Gaiser, nahmen an der Preisverleihung im großen Sitzungssaal des Landratsamtes teil. Die Auszeichnungen überreichten der Erste Landesbeamte Walter Holderried sowie der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Biberach, Martin Bücher.

Einen vollen Arbeitstag lang war eine siebenköpfige Jury namhafter Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik im Juni unterwegs und wählte unter den acht besten Randflächen in der Feldflur die Gewinner aus.

Hoher ökologischer Wert ungenutzter Brachen

„Meist nehmen wir die großen Flächen in der Landschaft wahr, – blühende Rapsfelder, wogende Getreideäcker, den Wald oder Bachläufe. Verkannt werden dabei die Randflächen wie zum Beispiel ungenutzte Brachen, Gewässerrandstreifen, Feldraine, Böschungen und Waldsäume. Sie jedoch haben den ökologischen Wert dieser Flächen erkannt und sie zum Wettbewerb angemeldet“, zollte der Erste Landesbeamte Walter Holderried den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seinen Respekt.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Biberach, Martin Bücher, lobte den LEV für die Initiative, mit dem Naturwettbewerb den großen Artenreichtum in der Region sichtbar zu machen. Bücher dankte allen, die den ästhetischen und ökologischen Wert der Randflächen wahrgenommen und teilweise auch die Pflege dafür übernommen haben.

Durch die großzügige Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse Biberach konnten den drei Bestplatzierten Haupt- und Anerkennungspreise übergeben werden; außerdem erhielten alle Anwesenden ein informatives Streuobst-Memory, mit dem man spielerisch mehr über einheimische Obstsorten erfährt.

Platz 1 für eine artenreiche Streuwiese im Höllwiesental

Mit Platz eins und 300 Euro wurde Erich Lamers gewürdigt, der eine artenreiche Streuwiese im Höllwiesental in der Gemarkung Haslach (Rot an der Rot) eingereicht hatte. Anerkennungspreise erhielten hier Harald Mang aus Haslach, Eigentümer einer Teilfläche und seit 2018 dort pflegerisch tätig, sowie Peter Sary als Vorsitzender des Schwäbischen Albvereins Rot an der Rot. Er hatte von 2004 bis 2018 Arbeitseinsätze zum Erhalt der naturschutzbedeutsamen Fläche organisiert und bekam noch am gleichen Abend das Preisgeld von Lamers zusätzlich für die Vereinsarbeit als Spende zugesagt.

Platz 2 und 200 Euro Preisgeld gingen an Nicole Hölz aus Ittenhausen, die einen  arten- und strukturreichen Feldrain in der Gemarkung Dürrenwaldstetten anmeldete. Bürgermeister Andreas Schneider erhielt für die 2001 bei der Flurbereinigung als Feld- und Wegeflurstück angelegte, gemeindliche Fläche einen Anerkennungspreis.

Otto Embacher, bis vor kurzem Vorsitzender des Schwäbischen Albvereins Biberach, gewann mit der Randfläche „Teich mit Ufer- und Gehölzsaum“ inmitten einer Wiesen- und Weidefläche bei Reute Platz drei und 100 Euro Preisgeld. Für Bewirtschafter und Landwirt Karl Eisele aus Geradsweiler nahm seine Mutter Lore Eisele freudig den Anerkennungspreis entgegen.

Bei einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen klang die stimmungsvolle Preisverleihung im Sitzungssaal des Landratsamtes aus. Der Naturwettbewerb ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen, denn auf manchen Randflächen ist das LEV-Team weiterhin beratend und mit Pflegeprojekten tätig.

Mehr Informationen zum LEV unter www.lev-biberach.de.

(Pressemitteilung Landratsamt Biberach)