Landratsamt baut mobile Arbeitsplätze binnen eines Jahres von 190 auf 630 Plätze aus – Beschäftigte machen gute Erfahrungen

Landratsamt baut mobile Arbeitsplätze binnen eines Jahres von 190 auf 630 Plätze aus – Beschäftigte machen gute Erfahrungen
Home-Office / Symbolbild (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Biberach – Es ist still geworden an der Rollinstraße 9 und 18 in Biberach. Wer in diesen Tagen durch die Flure des Hauptgebäudes des Landratsamtes läuft, trifft nur selten auf einen Kollegen, eine Kollegin. Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte das Landratsamt, mit etwa 1.300 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Landkreis, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt.

Über die Sommermonate kehrten zwar die meisten Beschäftigten in ihre Büros zurück. Vorsorglich arbeitete das Landratsamt aber an einem weiteren Ausbau der mobilen Arbeitsplätze. So wechselten mit Beginn der zweiten Welle viele weitere Beschäftigte ins Homeoffice.

Während vor der Pandemie etwa 190 Beschäftigte mobil auf ihren Arbeitsplatz zugreifen konnten, sind es aktuell bereits 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir haben hier schnell und vorbildlich gehandelt. Wo immer Homeoffice gewünscht und machbar ist, ermöglichen wir es auch“, so Landrat Dr. Heiko Schmid. Und so wurden Tablets und Headsets angeschafft, Serverkapazitäten aufgestockt und Zugänge eingerichtet. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes sind hoch engagiert und nutzen die technischen Möglichkeiten, um von zu Hause bei gleichbleibender Qualität der Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein. Gerade in dieser schwierigen Zeit braucht es verlässliche Ansprechpartner in der Verwaltung. Wir wollen hier Vorbild für viele anderen sein“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid.

Eine der Beschäftigten im Homeoffice ist Mirjam Popp. Die Mutter von zwei Kindern im Alter von zwei und sechs Jahren ist Koordinatorin für Pflegeausbildung beim Amt für Bildung und Schulentwicklung: „Im ersten Lockdown habe ich ausschließlich im Home-Office gearbeitet. Meine Arbeitszeiten konnte ich dabei recht flexibel gestalten, was allerdings auch anstrengend war, da ich gearbeitet habe, wenn die Kinder schliefen. Im zweiten Lockdown finden nun wieder mehr Telefontermine und Webkonferenzen zu den üblichen Bürozeiten statt. Da mein Mann Vollzeit arbeitet und am Arbeitsplatz präsent sein muss, sind unsere Kinder vormittags in der Notbetreuung. Ich spare mir aber die Wegzeiten und kann dann nachmittags voll und ganz für die Kinder da sein.“

Lob für die Homeoffice-Offensive des Landratsamtes kommt auch von Gabriele Lott, Vorsitzende des Personalrates: „Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist enorm. Im Hinblick auf den Infektionsschutz finde ich das extrem wichtig.“ Tipps für die Gestaltung der Arbeitszeit gibt die Personalratsvorsitzende auch: „Denken Sie daran, den Augen zwischendurch Entspannung zu gönnen, indem Sie immer mal wieder vom PC wegschauen. Genauso wichtig ist es, hin und wieder aufzustehen, um sich zu strecken und zu bewegen. Denn auch im Homeoffice sollte man Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen vorbeugen“, so Gabriele Lott.