Landrat Mario Glaser lobt Arbeit des Landschaftserhaltungsverbands

Landrat Mario Glaser lobt Arbeit des Landschaftserhaltungsverbands
Der Erste Landesbeamte Walter Holderried, die stellvertretende Geschäftsführerin Mascha Wolf, Landrat Mario Glaser und LEV-Geschäftsführer Peter Heffner (von links) freuen sich über die große Akzeptanz ihrer Arbeit. (Bild: Landratsamt)

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Redaktion

Zwei Jahre konnte der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach (LEV) aufgrund der Coronapandemie keine Präsenz-Mitgliederversammlung abhalten. Nun kamen 29 der 50 Mitglieder und weitere Gremienmitglieder in den großen Sitzungssaal des Landratsamts, und auch Landrat Mario Glaser, kraft Amtes LEV-Vorsitzender, nahm an der Versammlung teil.

In seinem Tätigkeitsbericht gab LEV-Geschäftsführer Peter Heffner einen bilderreichen Einblick in die umfangreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Zahlreiche naturschutzfachliche Beratungen, – von der ökologischen Aufwertung von Firmenflächen, über die Neupflanzung von Feldhecken, ihre fachgerechte Pflege durch Privatleute oder Landwirte bis hin zur Extensivierung der Bewirtschaftung: die Beratung am Telefon und auf den Flächen wird rege in Anspruch genommen und führt zu Projekten mit oder ohne Förderung.

Beim Aufbau eines kreisweit einzigartigen Biodiversitätspfades unterstützt der LEV seit über einem Jahr die Stadt Riedlingen und die Ehrenamtlichen vor Ort mit Rat und Tat. Der Pfad wird im Frühjahr 2023 eingeweiht und vermittelt die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft. Für die Gemeinde Warthausen erarbeitete der LEV ein Fachkonzept, das eine Umstellung der Pflegeregimes des Grundschulhangs weg vom Mulchen hin zur Schafsbeweidung vorschlägt, verbunden mit dem Rückbau einer Asphaltbahn, der Einsaat einer artenreichen Blühmischung, der Anlage von Habitaten für Amphibien und Blindschleichen. Dafür erhielt die Gemeinde vom Verkehrsministerium die Auszeichnung „Goldene Biene“ im Landeswettbewerb für blühende Verkehrsinseln und kommunales Grün.

Über 50 einjährige Naturschutzprojekte hat das LEV-Team mit Gemeinden, Vereinen, Bewirtschaftern und Privatleuten fachlich vorbereitet, in der Umsetzung betreut und dafür Fördermittel des Landes aktiviert. Hinzu kommen der Vertragsnaturschutz mit rund 50 fünfjährigen Verträge, die auf freiwilliger Basis mit Landwirten und Schäfern abgeschlossen wurden und mehr Ökologie auf die Flächen bringen.

Die Gemeinden Ummendorf, Maselheim, Langenenslingen, Altheim sowie die Stadt Laupheim erfahren fachliche und organisatorische Unterstützung in der vom Land geforderten Biotopverbundplanung. Fünf Projekte zur Neophytenkontrolle, sieben Maßnahmen zum Erhalt von Wacholderheiden und artenreichen Magerrasen, vier Landschaftspflegeeinsätze mit Schulklassen, der 39. kreisweite Sensenmähkurs mit über 60 Teilnehmern in Kürnbach, der zweite kreisweite runde Tisch zur Förderung von Artenvielfalt in den Kommunen – die Liste der Aktivitäten war trotz Corona und Krankheit im vierköpfigen Team lang und vielfältig.

In Präsenz machten die LEV-Mitglieder von ihrem Stimmrecht Gebrauch.
In Präsenz machten die LEV-Mitglieder von ihrem Stimmrecht Gebrauch. (Bild: Landratsamt)

Neben dem Jahresabschluss 2021 und dem positiven Bericht der Rechnungsprüfer wurden auch der Haushalt und das Arbeitsprogramm 2023 beschlossen. Nahezu eine Viertel Million Euro Landesnaturschutzmittel holte der LEV in den Landkreis.

Angesichts der inhaltlich und auch wirtschaftlich positiven Effekte empfahl Bürgermeister Marcus Schafft den Mitgliedern die Entlastung des ehrenamtlichen Vorstands, die einstimmig erfolgte. Landrat Mario Glaser zeigte sich begeistert vom Einsatz des LEV zum Wohl von Natur und Umwelt und dankte den Hauptamtlichen und den Mitgliedern für die konstruktive Arbeit.

Der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach e.V. (LEV)

50 Mitglieder, darunter der Landkreis, 39 von 45 Gemeinden sowie zehn kreisweite Vereine sind im Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach organisiert.

Mehr Informationen zum LEV unter www.lev-biberach.de.

(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)