Land will Lockerungen für Geimpfte vornehmen

Land will Lockerungen für Geimpfte vornehmen
Der Impfpass: Die meisten Bundesbürger haben ihn wohl jahrelang verstauben lassen, doch jetzt wird er zur "Karte in die Freiheit". Das bleibt umstritten und doch plant die Landesregierung deutliche Erleichterungen. (Bild: Pixabay)

Baden-Württemberg (dpi) – Die Debatten um die Bedeutung der Inzidenzen werden lauter, auch aufgrund der steigenden Impfquote. Baden-Württemberg plant eine Abkehr von der Inzidenz und will Geimpften wieder Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens geben.

Es ist ein Hin und Her: Erst hatte sich das Robert-Koch-Institut zusammen mit der Bundesregierung dafür ausgesprochen, vom alleinigen Beachten der Inzidenzen wegzukommen. Doch nun der Wandel: RKI-Chef Lothar Wieler fordert weiterhin die Inzidenz als Messlatte für die Maßnahmen zu nehmen.

Der Amtschef des baden-württembergischen Sozialministeriums kündigt in einem Gespräch mit der „Südwest Presse“ am Donnerstag an, einen Paradigmenwechsel in der nächsten Corona-Verordnung vornehmen zu wollen. Doch wie soll der aussehen?

Zum 15. September sollen laut Lahl die neuen Regelungen in Kraft treten. Die Inzidenz sei dann nur noch ein kleiner Faktor für die Maßnahmen und würde nicht mehr als Basis für die Beschränkungen dienen. „Wir sollten alle Beschränkungen für Geimpfte fallen lassen“ fordert Sozialministeriums Amtschef Lahl. Er kündigte an, es würde für Geimpfte keine Kontaktbeschränkungen mehr geben und sie würden mit ihrem Impfausweis Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens haben.

Bis dahin habe jeder Baden-Württemberg ein Impfangebot bekommen. „Wer dann nicht geimpft ist, der will sich nicht impfen lassen. Das ist das gute Recht dieser Menschen, aber auch verbunden mit der Übernahme eines gewissen Risikos“ so Lahl. Nicht-Geimpften Bürgern sei der Zugang zu Restaurants, zu Kultur oder zu Sportmöglichkeiten dann nur noch mit einem negativen Test erlaubt.