Kreismitgliederversammlung des Kreisverbands Ravensburg von Bündnis 90/Die Grünen

Kreismitgliederversammlung des Kreisverbands Ravensburg von Bündnis 90/Die Grünen
v.l.n.r: Pascal Haggenmüller (Kandidat für den Landesvorstand), Roman Muth (Vorstandsmitglied), Lena Schwelling (Kandidatin für den Landesvorstand), Andreas Schmiedel (Kreiskassierer), Carmen Kremer (Kreisvorsitzende), Moritz Haag (Vorstandsmitglied) (Bild: Bündnis 90/Die Grünen)
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Redaktion

Ravensburg – Noch sind die Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl nicht in trockenen Tüchern, da nehmen die Ravensburger Grünen schon die nächsten Wahlen ins Visier: Bei den Kommunalwahlen 2024 wollen sie vor allem in den ländlichen Gemeinden Oberschwabens nochmals kräftig zulegen.

Bei Lena Schwelling, 29, und Pascal Haggenmüller, 33, finden sie darin Unterstützer. Beide kandidieren im Dezember für den Landesvorsitz der baden-württembergischen Grünen, mit über 16.000 Mitgliedern einem der größten Landesverbände in Deutschland.

Um sich bekannt zu machen und für sich zu werben, touren die beiden grade durch die Kreisverbände des Landes. Schwelling und Haggenmüller wollen den bisherigen Vorsitzenden Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand nachfolgen. Detzer ist in den Bundestag eingezogen, Hildenbrand bereits im Frühjahr in den Landtag. Bei der jüngsten Kreismitgliederversammlung in Ravensburg kamen die Botschaften der beiden Kandidierenden gut an.

Bei der von der Kreisvorsitzenden Carmen Kremer moderierten Fragerunde interessierten sich die Mitglieder vor allem für die Frage, wie eine zukünftige Parteiführung den ländlichen Raum repräsentieren und stärken kann. Beide Kandidierenden wollen, sollten sie gewählt werden, die Parteiarbeit im ländlichen Raum stärken. Beispielsweise auch durch mehr Online-Formate, „damit die Leute nicht für jedes Treffen nach Stuttgart fahren müssen“.

Gemeinsam mit der Landtagsfraktion, den Kreisvorsitzenden und der Kommunalpolitischen Vereinigung der Grünen, der GAR, wollen sie einen Kongress veranstalten zu der Frage, wie die Grünen auf dem Land mehr Mitglieder finden und künftig bessere Ergebnisse erzielen können. Die Grünen seien in den Städten stark, müssten aber grade im ländlichen Raum noch zulegen, das hätten sowohl die Landtags- als auch die Bundestagswahl in diesem Jahr gezeigt. Aber auch Themen wie ÖPNV oder Flächenverbrauch wurden besprochen.

Für den anstehenden Landesparteitag im Dezember, bei dem der Landesvorstand neu gewählt werden soll, wählte die Versammlung Carmen Kremer, Anna Wiech und Moritz Haag als Delegierte. Als Ersatzdelegierte stehen Inge Brobeil-Wolber, Kati Kästner und Hünkar Aras zur Verfügung. Carmen Kremer und Anna Wiech wurden außerdem als Delegierte und Ersatzdelegierte für die Landesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik gewählt.

Aus der Arbeit der grünen Kreistagsfraktion und über die Kreistagsthemen Müll, Öffentlicher Nahverkehr und medizinische Versorgung im Landkreis berichtete Carmen Kremer. Inge Brobeil-Wolber informierte über den Lärmaktionsplan, der im Gemeinderat in Ravenburg beraten wird und über den Coswiger Platz. Sabine Pauli aus Ravensburg forderte die Mitglieder auf, sich gegen die geplante Bebauung des Coswiger Platzes zu engagieren. Die Versammlung war sich einig, das Thema weiter zu verfolgen. Claus Kessel berichtete über die Bebauung Köpfinger Straße in Weingarten und den Planungsstand bei der Verbesserung des Fahrradverkehrs in Weingarten.

Kreiskassier Andreas Schmiedel präsentierte der Mitgliederversammlung im Anschluss an die Wahlen den Kassenbericht und die Mitgliederentwicklung. Zählte der Kreisverband Ravensburg zu Jahresbeginn 2021 noch 250 Mitglieder, wuchs deren Zahl bis zum Tag der Versammlung auf 276 an. Kreisvorsitzende Carmen Kremer lud zum Neujahrsempfang 2022 der grünen Gemeinderatsfraktion Ravensburg ein, der am 22. Januar im Schwörsaal in Ravensburg stattfinden wird. Außerdem möchte der Kreisverband den „Grünen Treff“ in der Kuppelnauwirtschaft wiederaufleben lassen. Am 25. Januar soll er wieder stattfinden.

(Pressemitteilung: Bündnis 90/Die Grünen)