Kratzergefahr durch Staub: ADAC Württemberg gibt Tipps, wie Autofahrer ihr Fahrzeug sicher vom Saharasand befreien können

Kratzergefahr durch Staub: ADAC Württemberg gibt Tipps, wie Autofahrer ihr Fahrzeug sicher vom Saharasand befreien können
(Symbolbild: pixabay)
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Redaktion

Diese Woche zieht feiner Wüstenstaub nach Deutschland. Durch das Zusammenspiel besonders starker Hoch- und Tiefdruckgebiete entsteht eine Art Ventilatoreffekt, der den Staub aus der Sahara über weite Strecken weht. Bei Niederschlag hinterlassen die eisenreichen Staubteilchen rostbraune Ablagerungen, daher nennt sich das Wetterphänomen auch „Blutregen“.

Da sich der Saharasand auch auf den Autos absetzt, empfiehlt der ADAC, den eigenen Wagen von der Staubschicht zu befreien. Idealerweise sollten Autofahrer eine Waschstraße oder eine Selbstwaschanlage nutzen. Hier lässt sich die grobe Verschmutzung mit dem Hochdruckreiniger entfernen und ein entsprechendes Vorwaschprogramm wählen. Die intensive Vorreinigung vermeidet, dass die Staubpartikel auf dem Lack reiben – ärgerliche Kratzer wären die Folge. „Die Sandkörner wirken hier wie Schmirgelpapier, deshalb sollte man sie vorher abspülen“, rät Christian Schäfer, Abteilungsleiter Mobilität und Technik beim ADAC Württemberg. Auch von den Wischblättern sollte der restliche Staub feucht abgewischt werden, um die Windschutzscheibe zu schützen und weiterhin ungetrübte Sicht zu haben.

Darüber hinaus kann eine Reinigung im Innenraum des Fahrzeugs aufgrund des eindringenden Saharasands angebracht sein. Er kommt zum Staub hinzu, der sich durch die Heizungsluft im Winter abgesetzt hat. Besondere Aufmerksamkeit sollten Autofahrer den Glasflächen widmen: „Mit sauberen Scheiben ist die Blendwirkung durch die Sonne oder andere Fahrzeuge nicht so stark. Hier sorgt Putzen für eine gute Sicht und damit mehr Sicherheit“, so der Technik-Experte. Zusätzlich empfiehlt Schäfer, die Türdichtungen und Einstiege feucht auszuwischen. So lässt sich verhindern, dass Staub und Schmutz zwischen Tür und Karosserie durch Reibung zu Lackschäden und im schlimmsten Fall sogar zu Rost führen kann.

Wenn der Innenraumfilter, auch als Pollenfilter bekannt, schon länger nicht mehr gewechselt wurde, sollte er jetzt inspiziert und gegebenenfalls erneuert werden. Da er von Luft durchströmt wird, könnte hier sich nun zusätzlich Sand ablagern. Für gewöhnlich beträgt die Lebensdauer eines Filters ungefähr ein Jahr. „Je nach Automodell lässt er sich auch eigenständig wechseln. Das genaue Vorgehen ist in der Bedienungs- oder Montageanleitung des Filters beschrieben“, erklärt Schäfer.

(Quelle: ADAC)