Kommentar: Aus meiner Sicht die einzig richtige Entscheidung

Kommentar: Aus meiner Sicht die einzig richtige Entscheidung
Symbolbild (Bild: Alexas_Fotos)

München (tmy) – Der FC Bayern München hat sein letztes – und nunmehr drittes – Angebot für eine Vertragsverlängerung mit David Alaba zurückgezogen. Bis Ende Oktober wollte die sportliche Leitung der Bayern eine Entscheidung, doch die Berater-Seite des Spielers ließ diese Frist unbeantwortet verfallen.

Somit dürfte klar sein, dass der jetzige Abwehrchef seinen langjährigen Arbeitgeber nach der Saison verlassen wird – und das, obwohl der gebürtige Wiener mit afrikanischen Wurzeln aus der Stammformation unter Trainer Hansi Flick aktuell kaum mehr wegzudenken gewesen ist.

Doch aus Sicht der Fans des FC Bayern München sollte man sich schon einmal daran gewöhnen, den Linksfuß ab kommendem Sommer in einem anderen Trikot außerhalb Deutschlands zu sehen. Aus sportlicher Sicht ein herber Verlust für den FC Bayern, da sich der Österreicher, der als 16-Jähriger an die Isar kam, zuletzt wieder richtig stabilisiert hatte.

Als sich Niklas Süle seinen Kreuzbandriss zuzog und 80-Millionen-Mann Lucas Hernandéz ebenfalls länger und mitunter immer wieder fehlte, verschob FCB-Coach Flick den 28-Jährigen ins Abwehrzentrum, wo er phasenweise über sich hinauswuchs. Und das, obwohl David Alaba eigentlich auf dem linken Flügel Zuhause ist und so gerne in der Mittelfeldzentrale agieren würde.

Doch da haben die Bayern nach Thiagos Abgang mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka ein neues Traumduo bekommen, oder auch erschaffen, so dass David Alaba weiterhin als Innenverteidiger eingeplant war. Dass der Spieler, der stets betont, sich in München „pudelwohl“ zu fühlen, sich nun jedoch so verhält, erschließt sich mir überhaupt nicht.

Falls sich Alaba noch einmal verändern möchte, dann soll er das bitteschön offen und ehrlich kommunizieren und nicht seine Berater vorschicken, die mehr Geld vom Verein erpressen möchten, um im Falle eines Wechsels selbst mehr zu kassieren. Ich kann den FC Bayern da jedenfalls verstehen, dass er sich das nicht gefallen lässt. Dann soll der Spieler eben gehen.

Zur Not eben ablösefrei, weil der deutsche Rekordmeister nicht unbedingt auf das Geld angewiesen ist und sich perspektivisch ohnehin nach jüngeren Alternativen umsehen muss und wird. Schließlich wird ein Jérôme Boateng auch nicht mehr jünger. Aber – und das ist Fakt – mit diesem Verhalten schneidet sich die Alaba-Seite ausschließlich ins eigene Fleisch.

Was meinen Sie zum Alaba-Poker beim FC Bayern? Schreiben Sie uns ihre Meinung gerne an unseren Sportredakteur Thomas Schlichte per E-Mail an t.schlichte@wochenblatt-news.de.