Klimaaktivisten laden zu einem informativen Wochenende ein

Klimaaktivisten laden zu einem informativen Wochenende ein
Ein Blick hinter die Kulissen: Die Aktivisten laden an drei Tagen zu Lagerfeuerromantik, Kletterworkshops, Ideenaustausch und zu ausführlichen Waldspaziergängen ein. (Bild: Klimaaktivisten)
WOCHENBLATT
Redaktion

Ravensburg/Oberankenreute (pr/le) – Seit einem Jahr kämpfen Aktivisten für die Rettung des Altdorfer Waldes. Dieses Wochenende informieren sie alle Interessierte über ihr Projekt.

2021 starteten eine Handvoll Aktivisten aus Ravensburg und Umgebung die Dauerbesetzung der Rodungsfläche im Altdorfer Wald bei Grund. Dieses Wochenende laden sie die Öffentlichkeit zum Austausch ein. Vom 25. bis 27. Februar hat jeder, den es interessiert, die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der offene Austausch mit den Klimarettern über ihre Projekte und Aktionen ist von ihnen sehr erwünscht.

„Unser Ziel ist es, das Waldstück vor der Zerstörung durch Profitgier zu beschützen“, so Samuel Bosch damals. An den Zielen hat sich bis heute nichts geändert, wohl aber an der Besetzung selbst. Die Besetzer sehen ihr Projekt als eine Art Experiment nachhaltiger und solidarischer Gesellschaftsorganisation.

Wie komme ich hin?

Wegbeschreibung: von Weingarten kommend auf der L317 in Richtung Wolfegg auf die L323 in Richtung Grund abbiegen. Dann nach 50 m den ersten Waldweg nach rechts abbiegen.

Bushaltestelle: Abzw. Grund im Wald, Vogt

Koordinaten: 47.810973, 9.76126

Das Wochenend-Programm

Freitag: 16 Uhr Gemeinsames Kochen – 19 Uhr Filmpremiere des Jubiläumsfilms – 20 Uhr Besetzungsanekdoten am Lagerfeuer

Samstag: 10 Uhr Kletterworkshop (auch Kinderklettern) – 12 Uhr Direct Action Training (Austausch über kreative und subversive Aktionen) – 15 Uhr Ausführliche Waldführungen – 17 Uhr Kunstabend (Kleinkunstausstellung) – 19 Uhr Jubiläumsfilm – 20 Uhr Lagerfeuerromantik

Sonntag: 11 Brunch – 12 Uhr „Wie soll es weiter gehen?“ (Ideenaustausch) – 14 Uhr Ausführlicher Waldspaziergang – 15 Uhr Kinderklettern – 19 Uhr Jubiläumsfilm

Verschiedene Stimmen

„Die ersten drei Menschen, die in den Wald zogen, waren wie ich 18 Jahre alt, heute ist es vor allem die ältere Generation aus Anwohnern der umliegenden Orte, die das Projekt vorantreiben,“ so Bosch.

„Wir sind unmittelbar von der Zerstörung unserer Trinkwasserquellen und von der täglichen Lärmbelastung durch den Kiesexport betroffen“, so Martin Lang (54) aus Oberankenreute.

„Wir haben ein großes Küchenbaumhaus und viele Schlafplätze in den Bäumen“, so Charlie Kiehne (19) heute. Kiehne kommt ursprünglich aus Ulm.

Unterstützer Manfred Scheurenbrand (66) aus Waldburg verfolgt die Aktionen der Aktivisten schon seit dem ersten Baumhaus in Ravensburg: „Ich bin beeindruckt, wie diese jungen Menschen bei Wind und Wetter im Wald sind. Wir brauchen die Menschen in den Bäumen! Ich unterstützte ab dem Moment, in dem ich merkte, dass es sich bei den Besetzern um engagierte nachdenkliche junge Menschen handelt und bringe regelmäßig eine warme Suppe.“

Wie Sie zu der Aktion und den Klimarettern stehen, könnten Sie nach diesem Wochenende herausfinden.