Klima: Lauratal wird von 24 auf 25. Juli für Autos gesperrt

Klima: Lauratal wird von 24 auf 25. Juli für Autos gesperrt
Autos stehen im Stau // Symbolbild. (Bild: Pixabay)

Weingarten (dpi) – Vor geraumer Zeit hatte die Grüne Gemeinderatsfraktion gefordert, in der Weingartener Laurastraße Tempo 30 einzuführen oder die Straße am Wochenende für den Verkehr zu sperren. Nach einem Gespräch der Stadt mit dem Landrat Harald Sievers findet von 24. auf 25.07. ein Aktionswochenende statt, bei dem auf „klimaschonende Mobilität“ aufmerksam gemacht werden soll. Das Lauratal wird in dem Zeitraum für Autos gesperrt.

Ab Samstag 24.07. um 12 Uhr wird die Laurastraße bis Sonntag für Autos komplett gesperrt. Einsatzfahrzeuge der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes können die Straße aber weiterhin befahren. Die Anwohner der gesperrten Laurastraße werden ihre Grundstücke wenn sie mit dem Auto unterwegs sind „ausschließlich über Schlier erreichen“ teilt die Stadt Weingarten mit.

An dem Autofreien Aktionswochenende werden verschiedene Veranstalter und Initiativen auf eine Verkehrswende aufmerksam machen, darunter die Grünen Weingarten und Critical Mass Schussental. Die Grünen Fraktion begrüßt diese Entscheidung: „Wir freuen uns sehr darüber, dass dieses Wochenende möglich gemacht wurde“ heißt es in einem Statement. Am Samstag 24.07. lädt die Partei zu einer Kundgebung ein, um über das Radfahren, eine Verkehrswende, Klimaschutz und die drängenden Fragen der Zeit mit zu diskutieren.

Anwohnerin hat kein Verständnis

Neben viel Unterstützung und Zuspruch erfährt das Aktionswochenende aber auch Kritik. Eine 62-jährige Anwohnerin der Laurastraße zeigt für die Aktion kein Verständnis: „Ich bin auf mein Auto angewiesen und nicht mehr so gut zu Fuß, ich verstehe diese Aktion nicht“ so die Anwohnerin in einem Gespräch mit dem WOCHENBLATT.

Zwar seien ihr die drängenden Probleme im Bezug auf das Klima klar, was man mit der Sperrung aber erreiche, sei „kontraproduktiv“. Unnötiger Feinstaubausstoß bei der Umfahrung der gesperrten Straße wäre das Ergebnis einer „Ideologisch geführten Diskussion“.