Kleine Gemeinden arbeiten groß zusammen

Kleine Gemeinden arbeiten groß zusammen
Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft EnBW und Stadtwerk am See, Netzwerk Oberschwaben und im Hintergrund die Vertreter die REMO-Gemeinden Im Vordergrund von links: Stefan Dangel (EnBW), Daniel Steiner (1. Vorstand REMO), Mark Kreuscher (Stadtwerk am See), Stefan Trick (Stadtwerk am See), Bernhard Schultes (Netzwerk Oberschwaben) (Bild: REMO e.V.)
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Redaktion

Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben fördert den Ausbau der Elektromobilität über Landkreisgrenzen hinweg

Wolpertswende – Die Städte und Gemeinden der Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben (REMO) e.V. haben erneut ihre Kräfte gebündelt und nehmen wahrnehmbar eine wichtige Vorreiterrolle bei der Energiewende im ländlichen Raum ein. In einem gemeinsamen Projekt haben elf der 25 Mitgliedskommunen eine moderne E-Ladeinfrastruktur mit insgesamt 23 Ladesäulen mit 46 Ladepunkten im öffentlichen Raum geschaffen – über Landkreisgrenzen hinweg und darüber hinaus kompatibel mit dem im angrenzenden Bodenseeraum existierenden „emma“-Ladenetz.

„Bereits zu Beginn des Projektes war es ein wichtiges Ziel, die vorhandenen Strukturen am Bodensee technisch und organisatorisch auch im REMO-Gebiet weiterzuführen. Schön, dass das nun auch gelungen ist“, so Bernhard Schultes, der das grundlegende „emma“-Projekt im Bodenseekreis geleitet hat.

Damit fördern die REMO-Kommunen den Ausbau der Elektromobilität in besonderem Maße und leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Absenkung im Mobilitätssektor und somit zum Klimaschutz direkt vor der Haustür.

Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Nach dem positiven Förderbescheid aus dem ersten Aufruf des Bundesprogramms für Ladeinfrastruktur wurde durch die REMO-Geschäftsstelle in Kooperation mit Netzwerk Oberschwaben eine EU-Ausschreibung durchgeführt, aus der die Bietergemeinschaft aus EnBW (Biberach) und Stadtwerk am See (Friedrichshafen) den Zuschlag erhielt. Insgesamt rund 175.500 Euro Bundesfördermittel sind in die Errichtung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge geflossen, die Städte Gemeinden selbst haben etwa 271.000 Euro investiert. Die Ladesäulen müssen gemäß den Förderbedingungen sechs Jahre öffentlich zugänglich sein und mit 100% erneuerbarer Energie gespeist werden. Für Service und Betrieb in dieser Zeit ist ebenfalls die ArGe aus EnBW und Stadtwerk am See verantwortlich.

Für Daniel Steiner als REMO-Vorsitzenden ist die Elektromobilität ein wichtiger Teil der Energiewende. “Damit sie zum Erfolg wird, brauchen wir gerade im ländlichen Raum eine flächendeckende Ladeinfrastruktur“, ist der Bürgermeister von Wolpertswende überzeugt. Die Standorte wurden so gewählt, dass sie für Pendler attraktiv sind und sich die Ladezeiten gut mit Einkäufen, Erledigungen, bei Veranstaltungen oder auch einer kurzen Pause in der Gastronomie nutzen lassen.

100% Strom aus erneuerbaren Energien dient dem Klimaschutz

An insgesamt 22 AC-Ladesäulen und einer DC-Schnellladesäule können nun Besitzer von Elektroautos unterwegs Strom aus erneuerbarer Energie tanken. Der Zugang erfolgt komfortabel über eine Smartphone-App oder über eine Ladekarte, die bei den Betreibern geordert werden kann. 

Mit bis zu 22 KW an den AC-Ladepunkten und sogar 50 KW an der DC-Ladestation in Bad Saulgau steht ein dichtes Netz leistungsfähiger Ladestationen in der REMO-Region zur Verfügung.

Je nach Fahrzeugtyp und Fahrweise können innerhalb einer halben Stunde bis zu 70 Kilometer Reichweite nachgeladen werden, an der DC-Station sogar bis zu 150 Kilometer.

Regional verfügbar – international nutzbar

Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit der „EnBW mobility+“-App oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind. Die App bietet zudem die Möglichkeit, mit dem Smart-Phone an allen Stationen des Energieversorgers und weiteren über 30.000 Ladepunkten des größten Ladenetzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu „tanken“. Sie lotst außerdem zu freien Anschlüssen und bietet Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre.

Hintergrundinformationen zu REMO:

Das LEADER-Aktionsgebiet Mittleres Oberschwaben liegt im Süden Baden-Württembergs und umfasst 25 Kommunen aus 3 Landkreisen. Davon liegen 18 Kommunen im Landkreis Ravensburg, 4 im Landkreis Biberach sowie 3 im Landkreis Sigmaringen. Insgesamt 104.848 Menschen leben in der Region. Davon leben 59 % im Landkreis Ravensburg, 25 % im Landkreis Sigmaringen und 17 % im Landkreis Biberach.

Hintergrundinformationen zu den Ladesäulen-Standorten:

  • Aulendorf (4 x AC)
  • Bad Waldsee (3 x AC)
  • Ebersbach-Musbach (1 x AC)
  • Horgenzell (3 x AC)
  • Hoßkirch (1 x AC)
  • Ostrach (2 x AC)
  • Wolpertswende (2 x AC)
  • Altshausen (1 x AC)
  • Fronreute (1 x AC)
  • Eberhardzell (1 x AC)
  • Bad Saulgau (3 x AC, 1 DC)

Auffinden lassen sich alle an die gängigen Bezahl-Systeme angeschlossenen Stationen mit der EnBW App www.enbw.com/mobility-app.

Auf Daten aus der ‚Crowd‘ basiert www.goingelectric.de/stromtankstellen/.