Keine Punkte und verletzungsbedingte Ausfälle für die Wild Wings

Keine Punkte und verletzungsbedingte Ausfälle für die Wild Wings
Großer Kampf, aber eine weitere Niederlage für die Wild Wings (weiße Trikots). (Bild: City-Press GmbH)
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Redaktion

Berlin – Die Schwenninger Wild Wings haben sich den Eisbären Berlin in der Penny-DEL geschlagen geben müssen. In der Bundeshauptstadt unterlagen die Gäste mit 2:6 und hatten darüber hinaus die verletzungsbedingten Ausfälle von Maximilian Hadraschek und Patrik Cerveny zu beklagen.

Und: Schon vor dem Spiel mussten die Jungs vom Neckar – laut Vereinsmitteilung – eine bittere Pille schlucken. Will Weber wurde nach seinem Check am Vorabend in Wolfsburg für zwei Spiele von der Liga gesperrt. Dazu passte der Start ins Spiel wie die Faust aufs Auge.

Schnell gerieten die Wild Wings in Rückstand, fanden aber die passende Antwort, bis im Mitteldrittel zwei schnelle Tore und die Verletzungen von Cerveny und Hadraschek dem Spiel eine neue Wendung gaben. Nach 6:31 lagen Schwenningen bereits mit 0:2 in Rückstand. Keine eigene Torchance konnte bis zu diesem Zeitpunkt erspielt werden.

Auf der Gegenseite war die Paradereihe der Eisbären bereits zweimal erfolgreich. Zunächst bediente Leo Pföderl Marcel Noebels (5. Spielminute) und in Minute sieben war es Noebels, der mit herrlichem Rückhandpass Lukas Reichel fand. Keine Chance für Patrik Cerveny, weil der Torschütze bei beiden Treffern völlig freistehend im Slot gestanden war.

Ob die Partie bereits nach knapp sieben Minuten gelaufen war, fragten sich sicher einige, die es mit den Schwenningern halten. Doch die Mannschaft gab eine andere Antwort. Mit der ersten wirklichen Chance verkürzte Tylor Spink auf 1:2, nachdem er zum Tor zog und Tobias Ancicka einfror. Folgerichtig schob die Nummer 90 gekonnt ein.

Anschließend wurde die Partie offener, auch wenn Parker Tuomie noch den Pfosten küsste. Die Wild Wings hatten nun mehr Anteile an dieser Begegnung. Dann schalte ein unüberhörbares „Hardy“ durch die Arena und wenige Augenblicke später stand es 2:2. Daniel Pfaffengut hatte Maximilian Hadraschek auf sich aufmerksam gemacht und auf dessen Zuspiel den Ausgleich erzielt.

Deutlich besser war der Schwenninger Start in dieses Mitteldrittel. Ein offenes Spiel bis in die 26. Spielminute. Foucault bekam dann die zweite Chance, kurvte hinter das Tor und fand den freistehenden Parker Tuomie. Tor für die Eisbären, bei dem sich Patrik Cerveny am Unterkörper verletzte. Physiotherapeut Eduard Hörner war zur Stelle, der Goalie konnte zunächst weiterspielen.

41 Sekunden später war dann aber Schluss, nach dem Treffer von Jonas Müller ging es bei Cerveny nicht mehr weiter. Luis Benzing kam zu seinem DEL-Debüt. Mit einigen guten Saves holte sich das Schwenninger Eigengewächs Selbstvertrauen und musste in den folgenden 13 Minuten keinen weiteren Treffer hinnehmen. Und: Es dauerte eine ganz Weile, bis sich Schwenningen von diesem erneuten Nackenschlag erholte.

Doch mit hohem Aufwand kamen die Gäste kurz vor dem Drittelende im Powerplay zu vier sehr guten Möglichkeiten. Doch Tyson Spink, Andreas Thuresson, Troy Bourke und Emil Kristensen scheiterten an Tobias Ancicka oder dem Pfosten. Somit nahm das Team von Headcoach Niklas Sundblad – laut Mitteilung – eine schwere Hypothek in den Schlussabschnitt mit.

Die Geschichte im Schlussabschnitt ist relativ schnell erzählt. Zu Beginn neutralisierten sich beide Parteien und es gab kaum mehr eine Unterbrechung. Es danach aus, als würde das nächste Tor dem Spiel seine entscheidende Richtung geben. Und so war es dann auch. Mit der ersten Halbchance war es Zachery Boychuk, der in Baseballmanier die Scheibe Richtung Tor beförderte.

Der Schlittschuh von Benedikt Brückner gab dem Puck noch den entscheidenden Drall. Keine Abwehrmöglichkeit für den Schwenninger Goalie Luis Benzing. Dennoch blieben  die Schwenninger in der Folge weiter sehr engagiert, aber mit zunehmender Spieldauer schwand der Glaube an einen erfolgreichen Ausgang. Viereinhalb Minuten vor dem Ende ging Niklas Sundblad dann All-In und holte Benzing vom Eis.

Matthew White gelang der letzte Treffer an diesem Abend in der Mercedes-Benz Arena (57. Spielminute). „Ich bin reingekommen und hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Die ersten Schüsse waren ganz gut, um den Rhythmus zu finden. So war ich im Spiel und dann lief es ganz ordentlich“, kommentierte Debütant Luis Benzing. „Wir sind nach dem 2:0 gut zurückgekommen, aber am Ende hat es nicht mehr gereicht, um etwas mitzunehmen.“

Tore:

1:0 | 04:11 M. Noebels #92 | L. Reichel #44, L. Pföderl #93
2:0 | 06:36 L. Reichel #44 | M. Noebels #92, L. Pföderl #93
2:1 | 09:55 T. Spink #90 | T. Spink #96, B. Brückner #6
2:2 | 14:21 D. Pfaffengut #77 | M. Hadraschek #16
3:2 | 25:17 P. Tuomie #10 | K. Foucault #98, E. Mik #12
4:2 | 25:58 J. Müller #18 | Z. Boychuk #89, M. White #97
5:2 | 48:30 Z. Boychuk #89 | G. Flore #21, M. White #97
6:2 | 56:34 M. White #97 | E. Mik #12, K. Wissmann #6