Karl Schlecht erhält Ehrendoktorwürde der Zeppelin Universität

Karl Schlecht erhält Ehrendoktorwürde der Zeppelin Universität
Ausgezeichnet mit der Ehrendoktorwürde der Zeppelin Universität: Karl Schlecht (r.) mit ZU-Präsident Klaus Mühlhahn. (Bild: Jean-Claude Winkler)
WOCHENBLATT
Redaktion

Die Zeppelin Universität (ZU) verleiht Karl Schlecht, Unternehmer und Gründer der Aichtaler Karl Schlecht Stiftung (KSG), die Ehrendoktorwürde: doctor rerum politicarum honoris causa (Dr. rer. pol. h.c.).

„Karl Schlecht setzt sich seit mehr als 20 Jahren mit einem beachtlichen finanziellen und ideellen bürgerschaftlichen Engagement für die universitären Wissenschaften ein“, wie es in der Beschlussvorlage des Universitätssenats aus dem Mai 2022 heißt. „Dabei propagiert und fördert er gezielt die Verknüpfung von wirtschaftlichen, ethischen und gesellschaftlichen Zielen, die im Rahmen der heutigen Nachhaltigkeitsdebatte grundlegend ist.“ Und weiter: „Über den Schwerpunkt seiner Förderung im Bereich der ethischen Wertebildung von jungen Menschen und angehenden Führungskräften ergibt sich außerdem ein besonderer Bezug zur ZU und ihrer Mission.“

Bei der feierlichen Übergabe der Ehrendoktorurkunde verglich ZU-Präsident Professor Dr. Klaus Mühlhahn den Stiftungsgründer mit dem Namensgeber der Universität: „Diesen Pioniergeist – die Aufbruchsstimmung und den Anspruch, Gutes in die Welt zu bringen – verkörpern auch Sie, Herr Schlecht: Inspirierend, anregend, philanthropisch und auf einen Austausch mit unterschiedlichsten Perspektiven ausgerichtet.“

Karl Schlechts Großzügigkeit erlaubte es der Universität 2012, das Forschungs- und Lehrangebot um ein ganzes Institut zu erweitern: das Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ). Das LEIZ ist ein praxisorientiertes Institut, das sich auf diejenigen Themen der Gegenwart konzentriert, die für Führungskräfte entscheidend sind. Es richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, Studierende, Praktikerinnen und Praktiker sowie junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Zusammen mit dem Bodensee Innovationscluster Digitaler Wandel | BIC fördert es die Zukunftsfähigkeit hochindustrialisierter und innovativer Standorte wie der Bodenseeregion.

Karl Schlecht ist erst der zweite Träger einer von der ZU verliehenen Ehrendoktorwürde – neben dem ZU-Gründer und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der ZU-Stiftung Dr. h.c. Ernst Susanek im Jahr 2012.

Karl Schlecht war bei der Urkundenübergabe sichtlich gerührt und sagte: „Entrepreneur ist, wer auf dem Weg zu seiner Vision immer wieder über sich hinauswächst und dabei andere mitzieht, sodass alle gewinnen“, so der Stifter. „Wissenschaftliches Arbeiten war für mich immer ‚den Dingen auf den Grund gehen‘. Als Ingenieur, Unternehmer und Stifter lag mir dabei stets die Liebe zum Tun, das pragmatische Umsetzen und andere zu inspirieren am Herzen. Ich freue mich sehr über diese Ehrung. Mehr aber noch, dass an der Zeppelin Universität die Menschen beides tun – auf exzellente Weise lehren und lernen, damit gute Führung und das Schaffen von Vertrauen im Business auch zukünftig gelingt. Danke dafür!“

Karl Schlecht, geboren 1932 in Filderstadt-Bernhausen, machte die Putzmeister AG zum weltgrößten Hersteller von Betonpumpen. 1998 zog sich Schlecht aus dem operativen Geschäft zurück und gründete die Karl Schlecht Stiftung (KSG) als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Aichtal bei Stuttgart.

Neben der Ehrendoktorwürde der ZU wurde Karl Schlecht 2022 auch die Verdienstmedaille des Karlsruher Instituts für Technologie verliehen. Er ist zudem Träger des Bundesverdienstkreuzes seit 2010 und der Diesel-Medaille des Deutschen Instituts für Erfindungswesen seit 2011. Ihm wurde 2006 die Ehrenprofessur der Universität Tongji in China verliehen und er ist seit 2002 Ehrensenator der Universität Hohenheim.

(Pressemitteilung: Zeppelin Universität)