Iserlohns Distanztreffer sorgen für die Entscheidung

Iserlohns Distanztreffer sorgen für die Entscheidung
(Symbolbild: pixabay)
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Redaktion

Ulm – Die „OrangeAcademy“ von ratiopharm Ulm hat in der 2. Basketball-Bundesliga im letzten Playoff-Spiel bei den Iserlohn Kangaroos eine 89:94-Niederlage hinnehmen müssen. Zur Halbzeit lag der Ulmer Nachwuchs um einen phasenweise unaufhaltsamen Moritz Krimmers knapp mit 44:41 in Führung.

Personell verändert – ohne Latrell Großkopf, Igor Milicic und Jeremy Sochan – hatten die jungen Ulmer – laut Vereinsmitteilung – in den Anfangsminuten kleine Probleme, den Rhythmus zu finden. Drei erfolgreiche Zweier von Julius Ferber und ein Dreier von Moritz Krimmer binnen zwei Minuten ließen die „OrangeAcademy“ aber erstmals in Führung gehen – 11:10 (6.).

Doch die Basketballer aus dem Sauerland antworteten mit zwei Distanzwürfen und drehten in der Folge die Partie. Den Acht-Punkte-Rückstand (18:26) aus dem ersten Viertel verkürzten die Ulmer Talente schließlich mit einer geschlossenen Leistung im zweiten Abschnitt.

Und: Die Gäste nahmen schließlich – laut Mitteilung – Fahrt auf und machten mehr Druck in der Defensive – Iserlohn verlor mehrmals den Ball und schaffte es nicht, binnen fünf Sekunden das Spielgerät einzuwerfen. Zusätzlich zogen die Schwaben Fouls und Krimmer lief heiß. Der Forward – zur Halbzeit 20 Punkte – initiierte einen Run, traf zwei engverteidigte Dreier und scorte per Dunking – 38:34 (18.). Nach Korberfolgen von Jakob Hanzalek und Jacob Ensminger führten die jungen Ulmer zur Halbzeit mit 44:41.

Schnell hin und her ging es direkt nach dem Seitenwechsel. Es entwickelte sich eine enge Partie. Das Ulmer Duo, bestehend aus Krimmer und Ferber, der den Ball direkt nach gegnerischem Einwurf klaute und per Korbleger vollendete, sorgte für Zähler – 50:47 (23.). Daraufhin blieb die Partie längere Zeit ausgeglichen (58:58), bis Krimmer erneut fünf Punkte in Folge verbuchte.

Doch die Kangaroos antworteten mit drei erfolgreichen Dreiern – 63:67. Nur 55 Sekunden brauchten die Ulmer Talente im Schlussviertel, um erneut gleichzuziehen. Erst scorte Ensminger, dann klaute Kristofer Krause den Ball und schloss mit einem krachendem „Dunk“ ab. Nat-Sidi Diallo bescherte den Gästen per And-one die erneute Führung – 72:69 (33.).

Doch dann kassierten die Ulmer Talente einen 2:9-Lauf, den Krimmer per Dreier und Stoll mit zwei Freiwürfen unterbanden (79:78, 37.). Auf einen Dreier von Aufbauspieler Stoll antworteten die Kangaroos direkt mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen und drehten somit die Partie – 82:89 aus Ulmer Sicht.  Kurz vor Spielende verletzte sich noch Krause.

Obwohl sich Krimmer noch einmal gegen die drohende Niederlage stemmte, unterlag die „OrangeAcademy“ mit 89:94. „Alle haben sich von Anfang an reingehängt und gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Am Ende war es aber so wie in der zweiten Hälfte der Hauptrunde auch: Wir haben in den entscheidenden Phasen nicht die Stops bekommen und Iserlohn hatte immer eine Antwort auf einen offensiven Break von uns“, bilanzierte Headcoach Gavel.

Topscorer:

Moritz Krimmer 38 Punkte, Julius Ferber 13 Punkte, Marius Stoll elf Punkte.