iQFOiL-WM der Surfer in Brest: Erfolgreicher Abschluss für Engelmann und Heimann

iQFOiL-WM der Surfer in Brest: Erfolgreicher Abschluss für Engelmann und Heimann
161 Surfer waren bei der Weltmeisterschaft auf dem iQFOiL-Brett in Brest (Frankreich) am Start. Jonne Heimann (WYC, GER 107) erreichte Rang 48. Bei den Damen kam Alisa Engelmann auf Rang 34. (Bild: Eric Ballande)
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Redaktion

Die beiden Surfer des Olympiateams WYC, Alisa Engelmann und Jonne Heimann, haben die Weltmeisterschaft der foilenden Surfer auf dem iQFOiL-Brett in Brest an der französischen Atlantikküste erfolgreich abgeschlossen. Beide hatten sich für die Gold-Fleets qualifiziert.

Alisa beendete die WM als zweitbeste Deutsche auf Rang 34 (von 102 Starterinnen). Jonne kam im Feld der 161 Starter auf Rang 48. Damit war er ebenfalls zweitbester Deutscher, Siebter in der U21-Wertung und hatte bereits mit der Qualifikation für die Gold Fleet auch die DSV-Kaderkriterien erfüllt.

Nach fünf Wettkampftagen, davon jedoch nur vier auf dem Wasser, zog Alisa Engelmann Bilanz: „In den vier Wettkampftagen waren sehr komplexe Bedingungen. An den ersten drei Tagen hatten wir Damen überwiegend wenig Wind mit vielen Böen und Winddrehern. Am letzten Tag ging es dann nochmal richtig zur Sache mit sehr starkem Wind bis zu 30 Knoten. Mein Ziel bei dieser Weltmeisterschaft, die Top 30 zu erreichen, habe ich leider knapp verfehlt – denn ein Sturz kurz vor dem Ziel im vorletzten Rennen kostete mich eben diesen Platz in den Top 30. Aber das gehört mit zum Spiel. Mit meiner Leistung bei dieser Weltmeisterschaft bin ich trotzdem ganz happy, da in diesem Jahr erstmals viele neue starke Nationen und das Teilnehmerfeld stark gewachsen ist. Ich konnte über alle Tage eine konstante Leistung abrufen und mit guten Zwischenplatzierungen in einzelnen Rennen mein Potenzial für die Zukunft zeigen.“

Jonne Heimann (WYC, GER 107) erreichte bei der Weltmeisterschaft auf dem iQFOiL-Brett in Brest (Frankreich) Rang 48 und erfüllte damit das Kriterium für den deutschen Nachwuchskader
Jonne Heimann (WYC, GER 107) erreichte bei der Weltmeisterschaft auf dem iQFOiL-Brett in Brest (Frankreich) Rang 48 und erfüllte damit das Kriterium für den deutschen Nachwuchskader (Bild: Eric Ballande)

Weltmeisterin wurde mit dem Sieg im entscheidenden Medal Race (für die besten zehn Starterinnen nach der Gold-Fleet, die vorherigen Ergebnisse zählen hier nicht mehr) die Italienerin Marta Maggetti. Beste Deutsche war Theresa Steinlein (BYC/NRV) auf Rang 17.

Mit der Qualifikation für die Gold-Fleet – die besten 56 Männer bei dieser WM – hat Jonne Heimann Anschluss an die Weltspitze bekommen. Die Luft dort war allerdings etwas dünner. „Die Rennen im Gold Fleet waren extrem tricky, da wir immer sehr löchrige Bedingungen mit drehenden Winden hatten. Bei solchen Bedingungen fehlt mir noch etwas Erfahrung, um konstant mit den Weltbesten mithalten zu können“, resümierte Jonne Heimann. In einzelnen Rennen konnte er auch sein Potenzial zeigen, wie etwa mit einem neunten Platz. Am letzten Tag sollte eigentlich bei den Damen wie Herren ein Langstreckenlauf („Marathon“) absolviert werden. Doch extreme Bedingungen sorgten für langes Warten, dass der Wind „schwächer“ werde. Schließlich ging es trotz stürmischer Verhältnisse für zwei Kursläufe aus Wasser. „Bei Böen von 35 Knoten und mehr ging es auf dem Kurs hauptsächlich ums Überleben und darum, irgendwie im Zeitlimit ins Ziel zu kommen. Dafür, dass ich bei solchen Bedingungen noch nie mit IQ-Foil-Material auf dem Wasser war, war ich überrascht, dass ich beide Rennen ohne Crash mit den Plätzen 42 und 43 ins Ziel bringen konnte“, so der 18-Jährige. Er fügt an: „Auf jeden Fall weiß ich jetzt, woran ich diesen Winter noch arbeiten muss.“

Alisa Engelmann (vorne) surfte bei der Weltmeisterschaft auf dem iQFOiL-Brett in Brest (Frankreich) auf Rang 34.
Alisa Engelmann (vorne) surfte bei der Weltmeisterschaft auf dem iQFOiL-Brett in Brest (Frankreich) auf Rang 34. (Bild: Eric Ballande)

Sein Fazit: „Mit dem siebten Platz U21 und Rang 48 von 161 insgesamt bin ich allerdings mehr als zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich vorigen Winter und während der Saison nichtmal einen festen Trainer hatte, sondern nur bei einzelnen Events vom Bundestrainer mitbetreut wurde.“ Sein Ziel fürs kommende Jahr: „Ich bin schon sehr gespannt auf die nächste Saison. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, nächstes Jahr einen Podiumsplatz bei der U21-WM einzufahren.“

Weltmeister wurde mit einer souveränen Leistung in der Gold Fleet und einem Sieg im Medal Race der einstige Radolfzeller Sebastian Kördel (NRV). Er holte sieben erste Plätze in zehn Gold-Fleet-Läufen, hatte aber am Starkwindtag mit den Plätzen 35 und 18 zwei Streicher.

(Vereinsmitteilung: Württembergischer Yacht-Club e.V.)