In Salem wird E-Mobilität umfassend gedacht

In Salem wird E-Mobilität umfassend gedacht
Laden für alle: (von links) Philipp Hermann und Julian Geiger vom Stadtwerk am See sowie Bernhard Straßer vom Bauunternehmen Straßer nehmen den neuen 2Lade-Parkplatz“ in der Neuen Mitte Salem in Betrieb. (Bild: Stadtwerke am See)
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Redaktion

Bauunternehmen Straßer und Stadtwerk bauen Komplettlösung für neue Mobilität

Salem – E-Mobilität scheitert nicht selten an der Umsetzung. Nicht so in der neuen Mitte Salem: Dort hat das Bauunternehmen Straßer beim Projekt Generation+ konsequent auf E-Mobilität gesetzt. Das Stadtwerk am See hat das Lösungspaket gebaut.

Laden beim Kurzparken oder am eigenen Tiefgaragen-Stellplatz, Akkuladen für E-Bikes. Und das Ganze ergänzt durch Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach: „Wir wollen ein Zeichen setzen für nachhaltige Mobilität“, erklärt Bernhard Straßer.

Den öffentlichen E-Parkplatz vor dem Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Neuen Mitte Salem kann jeder nutzen, etwa beim Einkauf, Besuch im Café oder Behördengang – das neue Rathaus ist nur hundert Meter entfernt. Die Stellplätze mit Lade-Wallbox in der Tiefgarage dagegen kann man mieten. Übrigens auch wenn man nicht in dem Gebäude wohnt. „Für Mieter ist die eigene Lademöglichkeit oft schwierig zu realisieren.

Sie müssten selbst investieren, die Hausgemeinschaft muss zustimmen. Und wenn man dann wegzieht, kann man ja die Ladebox nicht einfach mitnehmen“, erläutert Straßer. „Deswegen haben wir uns entschlossen, hier eine Lösung anzubieten.“

Die Wallboxen gehören zum Stellplatz, beides kann man bei Bedarf auch wieder kündigen, wenn man fortzieht. Gemietet wird der Stellplatz mit Ladeanschluss, abgerechnet wird nach Verbrauch. Zehn Ladeplätze mit 22 Kilowatt Leistung stehen hier zur Verfügung. Die Nachfrage sei bereits groß, erzählt Straßer.

Realisiert hat das Konzept das Stadtwerk am See. „E-Mobilität in allen Facetten – für uns ist das wie ein Live-Produktkatalog“, schmunzelt Philipp Hermann, E-Mobilitäts-Verantwortlicher beim Stadtwerk am See. Denn das Stadtwerk hat Lade-Infrastruktur schon länger als Geschäftsfeld, inklusive der Abrechnung der Ladevorgänge auf Stellplätzen. 160 öffentliche Ladepunkte betreibt das Stadtwerk in der Region, 120 davon im Bodenseekreis. „Das sind mehr als die Hälfte der Ladepunkte im Bodenseekreis“, rechnet Hermann vor. Dazu kommen noch rund 200 private, etwa bei Firmen.

(Pressemitteilung: Stadtwerke am See)