In KI steckt viel Potenzial für den Mittelstand

In KI steckt viel Potenzial für den Mittelstand
Prof. Dr. Petra Radke und Prof. Dr. Stephan Daurer moderieren den Digital Innovation Talk vom TV Studio der DHBW Ravensburg aus. (Bild: DHBW)
WOCHENBLATT
Redaktion

Ravensburg – Die neue Vortragsreihe „ZDI Digital Innovation Talk“ des Zentrums für digitale Innovationen an der DHBW Ravensburg hatte mit rund 140 Teilnehmern einen gelungenen Auftakt.

Dr. Julia König, Geschäftsführerin der Ehrenmüller GmbH aus Kempten, referierte über „Künstliche Intelligenz: Chancen und Potenziale für den Mittelstand“ und beleuchtete dabei konkrete Projekte aus der Beratungspraxis im Verlagswesen, Handel und in der Industrie.

Beratung für Mittelständler aus der Region

Julia König hatte das Unternehmen Ehrenmüller 2018 gegründet und berät und unterstützt mit ihrem Team vor allem Mittelständler aus der Region zu den Themen Künstliche Intelligenz und Data Science. Ihr Vortrag und der Blick auf die Beratungspraxis in drei Branchen machten eindrucksvoll deutlich, dass es auch für Mittelständler viel Bedarf, Einsatzmöglichkeiten und Nutzen rund um KI gibt.

Den Absatz von Büchern um 50 % besser voraussagen

Ein Beispiel lieferte Julia König mit der Einschätzung des Absatzes von Büchern für einen Verlag. Aus vielen Zahlen und Informationen wie etwa der Historie des Autors entsteht so ein Tool. Und zwar ein erfolgreiches, wie Julia König darlegte: „Man kann durch KI den Absatz von Büchern um 50 Prozent besser voraussagen als der Mensch – und das vollkommen automatisch.“ Als weitere Beispiele aus ihrer Praxis erläuterte sie die Bestellmengenplanung im Einkauf und die Qualitätskontrolle in der Produktion.

Genügend Potenzial

„Steckt KI noch in den Kinderschuhen oder ist das Maximum bereits erreicht?“, wollte ein Zuhörer wissen. Definitiv gebe es noch genügend Potenzial, so König. Das größte Potenzial liegt bei extrem komplexen Vorgängen oder aber bei sehr stumpfen und repetitiven Arbeiten. Sie nannte noch einige Zahlen aus dem Mittelstand: Bei bereits 59 % der KMU ist bereits Machine Learning im Einsatz, Hauptziel ist die Verbesserung interner Prozesse (56 %), gefolgt von dem Wunsch, Kosten zu sparen (36%). Die größte Herausforderung dabei sind der Mangel an Fachpersonal, Programmierkenntnissen und internem Fachwissen.

Viel Lob gab es im Chat für den anschaulichen und praxisnahen Online-Vortrag von Dr. Julia König.

Der Premiere werden noch weitere Vorträge folgen:
Ein Newsletter informiert über weitere Termine. Anmeldung unter: https://www.ravensburg.dhbw.de/zdi

(Quelle: DHBW)