Im Internet verliebt: „Arzt“ durch Liebesschwindel Frau um Geld gebracht

Im Internet verliebt: „Arzt“ durch Liebesschwindel Frau um Geld gebracht
Online - Liebesbeziehung vorgegaukelt. Die Polizei warnt vor „Love Scamming“ oder „Romance Scamming“. (Bild: pixabay)
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Redaktion

Lkr. Lindau – Im Internet kennen gelernt und verliebt – ein angeblicher Arzt aus dem Nahen Osten täuschte so eine Frau und erschwindelte sich dabei eine niedrige vierstellige Summe.

Nach zahlreichen Nachrichten, die zwischen beiden Personen via Internet ausgetauscht wurden, bekundete der vermeintliche Arzt seine Liebe gegenüber der Frau und bat die Geschädigte um Geld, da sein Sohn Geld für eine medizinische Behandlung benötige. Zu einem persönlichen Kontakt kam es zuvor nicht. Kurze Zeit später erkannte die Frau den Betrug und wendete sich an die Polizei in Lindenberg, um dort Anzeige zu erstatten.

Das Phänomen ist bei der Polizei als „Love Scamming“ oder „Romance Scamming“ bekannt und beschäftigte die Ermittler vor allem Mitte des letzten Jahrzehnts. Danach ebbte die Welle ab und wurde von neueren Phänomenen wie beispielsweise den „Falschen Polizeibeamten“ abgelöst.

Mittlerweile erlebt die Geschichte der falschen Liebschaften wieder eine Art „Come-Back“.

Die Angesprochenen werden mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft. Es entsteht im Verlauf der Zeit eine emotionale Abhängigkeit beziehungsweise eine Beziehung zum Unbekannten – auf einmal kommt ein vermeintlicher Notfall oder eine finanzielle Notlage in das Leben der neuen Liebe. Helfen kann nur das Opfer – mit dem eigenen Geld.

Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also gerade dann vorsichtig, wenn eine neue Liebe in Ihr Leben tritt.

(PI Lindenberg)