HSG Konstanz vor Highlight gegen dreimaligen Europapokalsieger TuSEM Essen

HSG Konstanz vor Highlight gegen dreimaligen Europapokalsieger TuSEM Essen
HSG Konstanz trifft am Samstag in der Schänzle-Hölle auf den dreimaligen Europapokalsieger TuSEM Essen. (Bild: Peter Pisa)
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Redaktion

Zum Abschluss der englischen Woche und zuletzt fünf Punkten aus den letzten drei Spielen in der 2. Handball-Bundesliga darf sich die HSG Konstanz mit dem Gastspiel des dreimaligen Europapokalsiegers TuSEM Essen am Samstag, 20 Uhr, in der Schänzle-Hölle auf einen echten Kracher im Rahmen des großen BGV-Spieltages freuen. Dieser startet schon ab 15 Uhr mit dem Spiel der dritten Mannschaft und der Partie der U23 um 17 Uhr gegen Tabellenführer Blaustein mit einem großen Rahmenprogramm.

Erwartungshaltung weiter mit Demut realistisch einschätzen

Manche Dinge sind zu komplex, als dass es dafür die eine Erklärung geben könnte. Oder überhaupt eine. Die menschliche Psyche gehört dazu. Das Momentum, Ergebnisse und das Auftreten von Mannschaften im Sport ebenfalls. Innerhalb weniger Wochen tritt die HSG Konstanz in der 2. Handball-Bundesliga völlig verändert auf. In den ersten Spielen noch chancenlos, auf der Suche nach dem Niveau der stärksten zweiten Liga der Welt und der Form der Vorsaison – vor allem dem dort gezeigten Selbstvertrauen – sind nun plötzlich alle Knoten auf einmal geplatzt.

Gegen Dresden fehlte nur ein wenig mehr Glück zum doppelten Punktgewinn, der dann gegen Lübeck souverän erspielt wurde und nun in Hüttenberg, beim Vierten der letzten Saison, mit einem ebenso verdienten 28:26-Auswärtssieg bestätigt wurde. In der Erklärung für diesen Wandel tut sich selbst Jörg Lützelberger schwer. Wichtig ist dem HSG-Coach, dass „wir den TuSEM Essen mit ganz viel Demut und einem ganz großen Wunsch zum nächsten großen Kampf erwarten. Ich kann nur meine Spieler und Fans dazu auffordern, die Erwartungshaltung weiter sehr realistisch anzusetzen und zu sehen, gegen wen wir hier tatsächlich antreten und woher wir kommen.“

„Müssen in dieser Liga überhaupt nichts“

Als Aufsteiger aus der 3. Liga, der die Herausforderung 2. Bundesliga mit dem zweitjüngsten Kader der Liga, wenig Erfahrung und einem Umbruch im Kader anging und dafür zunächst einiges an Geduld aufbringen musste. „Es wird so sein, dass wir in dieser Liga überhaupt nichts müssen“, so der 37-Jährige weiter. „Aber den großen Willen, den wir an den Tag gelegt haben, werden wir auch am Samstag wieder auf die Platte bringen. Unseren Fans wollen wir immer eine Mannschaft zeigen, die sich aufopfert, kämpft, läuft und zusammensteht.“ Trotz der englischen Woche. Neue Power kommt durch wieder zurückerlangtes Selbstvertrauen. Doch woher kommt das so plötzlich? Was ist nun anders? Lützelberger führt dafür einige Punkte ins Feld. So hatte er mit seinem Trainerteam das Setup und die Rotation in der Länderspielpause noch einmal angepasst.

„Wir haben geschaut, welche Konstellationen gut miteinander zusammenspielen“, erklärt er. Die Kreisläufer und Spieler des linken Rückraums haben sich in neuen Paaren für den Innenblock gefunden und das „gut gemacht. Trotz sehr weniger Trainingseinheiten nach dem kurzfristigen Wechsel von Peter Schramm.“ Dazu hatte er überprüft, welchen Spielern welche Aufgaben zum jetzigen Zeitpunkt am besten liegen. Seine Erkenntnis: „Wir haben den einen oder anderen zu Saisonbeginn vielleicht in Aufgaben gebracht, die zu früh waren. Man könnte sagen, ich habe meine neue Mannschaft kennengelernt und gute Rotationen gefunden.“ Jetzt gelte es dafür zu sorgen, dass seine Spieler ihre Aufgaben kennen und fleißig daran zu arbeiten, sich in diesen Bereichen weiterzuentwickeln. Ein Baustein ist dabei die größere Vielseitigkeit in den letzten Wochen.

Dreimaliger Europapokalsieger spannende Herausforderung

Dies gilt es nun gegen einen ganz großen Traditionsverein unter Beweis zu stellen. Dreimal deutscher Meister, dreimal Pokalsieger, dreimal Europapokalsieger, dazu insgesamt vierzehn Teilnahmen am Europapokal stehen in den Annalen. Noch 2020/21 spielte der TuSEM in der 1. Bundesliga und steht – nach insgesamt 31 Spielzeiten in der Beletage des deutschen Handballs – auf Rang neun der ewigen Tabelle. Dazu kommen 13 Jahre in der 2. Bundesliga. Für Kreisläufer Niklas Ingenpaß wird es zu einem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub kommen, umgekehrt kehren mit Markus Dangers und Felix Klingler zwei Ex-Konstanzer an ihre alte Wirkungsstätte zurück, die in Essen nun zentrale Leistungsträger sind. Am Mittwoch setzte Essen mit dem 30:27-Sieg gegen Lübbecke ein Ausrufezeichen, steht aber aktuell hinter der HSG. Essen setzt auf eine harte, kompakte 6:0-Deckung und „weiß wie Tempo geht“, so Lützelberger. Trainiert wird der TuSEM vom ehemaligen Nationalspieler und Teil des Weltmeister-Kaders von 2007, Michael Hegemann. Mit diesem spielte Lützelberger ein Jahr in Lemgo zusammen.

„Viel Talent bei beiden Teams auf der Platte“

Aber auch der Konstanzer Head Coach hat eine Essener Vergangenheit und spielte 2008 bis zur Insolvenz für den TuSEM – sogar als Mittelmann. Eine schwierige Situation für einen jungen Handballer, die sich jedoch bald zum Guten wendetet: Wenige Monate später dufte er mit dem VfL Gummersbach den EHF-Pokalsieg feiern. „Das wird eine ganz interessante Geschichte“, blickt er nun auf das Hier und Jetzt, denn: „Viel Talent bei beiden Teams auf der Platte, es kann sehr schnell werden und wir müssen sehr schnell angreifen respektive zurücklaufen. Wir freuen uns, gegen den nächsten Dino des deutschen Handballs vor unseren eigenen Fans antreten zu dürfen.“

Rund um den BGV-Spieltag

Beim großen BGV-Spieltag starten die HSG und der BGV ihre erste große Aktion im Rahmen der neuen Partnerschaft. Diese soll mit Leben gefüllt werden und weiter wachsen. Für die Zuschauer wartet ein buntes Rahmenprogramm, Gewinnspiele und Geschenke in Form des neuen BGV-Familienkalenders. Los geht’s mit dem Programm schon ab 15 Uhr beim Spiel der dritten Mannschaft in der Landesliga, über die U23 (17 Uhr) bis zum Höhepunkt um 20 Uhr in der stärksten zweiten Liga der Welt. Im Foyer wartet eine Speedmax-Kamera, bei der jeder seine Wurfgeschwindigkeit auf das Tor testen kann sowie eine Airbrush-Maschine, mit der man sich das HSG-Logo auf die Haut aufbringen lassen kann. Am Glücksrad warten attraktive Sofortgewinne und über Gewinnspielkarten werden nach der Pressekonferenz nach der letzten Partie auf dem Spielfeld die Gewinner eines HSG-Trikots, eines 60-Euro-Gutscheins für Böhm Sport Konstanz sowie sechs 10-Euro-Gutscheine für die Bäckerei Fricke verlost.

Georg Ruf, Leiter des BGV Kundencenter Konstanz am Augustinerplatz 5: „Mit dem BGV-Spieltag wollen wir den Einstand und die Partnerschaft mit der HSG und den HSG-Fans feiern und unsere Marke stärken. Wir kommen aus der Region und wollen für die Region aktiv sein.“

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Tickets:

Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich. Tickets im Vorverkauf sind nicht nur zwei Euro günstiger als an der Abendkasse, man kommt mit ihnen wie mit einer Dauerkarte über einen separaten Eingang auch schneller in die Halle.

(Vereinsmitteilung: HSG Konstanz)