Höhere Gehaltsgrenzen, mehr Leistungen, freier Freibad-Eintritt: Stadt Tuttlingen wertet Familienpass auf

Höhere Gehaltsgrenzen, mehr Leistungen, freier Freibad-Eintritt: Stadt Tuttlingen wertet Familienpass auf
Wird durch den Familienpass günstiger und unter Umständen sogar kostenlos: Besuch im Kindergarten. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Redaktion

Tuttlingen – Der Tuttlinger Familienpass bietet künftig noch mehr Vergünstigungen. Vor allem der Familienpass plus wurde spürbar aufgestockt. Und durch geänderte Gehaltsgrenzen können ab 2023 mehr Familien den Pass beantragen. Bereits ab sofort gibt es mehr Gutscheine – und Gratis-Eintritt ins Freibad.

Strom, Gas und Lebensmittel werden teurer, und vor allem Familien mit Kindern spüren es deutlich. Zumindest in einem Punkt gibt es aber auch Erleichterungen: „Wir können leider nicht alle Folgen der Inflation ausgleichen“, so OB Michael Beck, „aber zumindest können wir Familien, die nicht zu den Spitzenverdienern gehören, etwas entlasten. Und den Kreis der Berechtigten machen wir jetzt auch größer.“

Möglich wird das durch die angepassten Regeln für den Familienpass, die der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen hat. Sie sehen zum einen vor, dass die Leistungen erweitert wurden, gleichzeitig aber auch die Gehalts-Obergrenzen spürbar angehoben wurden.

Wie bisher gibt es zwei Arten von Familienpässen, die – je nach Gehalt der Familie – unterschiedlich viele Vergünstigungen bereithalten. Um die Teuerung auszugleichen, werden diese Gehaltsgrenzen zum 1. Januar 2023 um 10 Prozent erhöht. Auch weiterhin sind sie zusätzlich nach Zahl der Kinder gestaffelt:

  • Beim Familienpass liegt diese Obergrenze bei einem Kind künftig bei 40 100 Euro Jahresbrutto (bisher 36 455 Euro), bei zwei Kindern bei 44 908 Euro (bisher 40 852 Euro). Mit  jedem weiteren Kind steigt der Betrag um 6050 Euro.

  • Beim Familienpass plus liegt die künftige Obergrenze bei einem Kind bei einem Jahresbrutto von 34 870 Euro (bisher 31 700 Euro), bei zwei Kindern bei 39 050 Euro (bisher 35 500 Euro). Auch hier steigt die Grenze mit jedem weiteren Kind um 6050 Euro.

Bei der Bemessung der Gehaltsgrenzen können Sonderausgaben geltend gemacht werden, so dass sich die genannten Sätze eventuell noch erhöhen.

Vor allem der Familienpass plus bietet starke Vergünstigungen für den Kindergartenbesuch: So ist der Regelkindergarten weiterhin ganz kostenlos. Bei Krippenplätzen allgemein- oder Ganztagesplätzen für Kinder über 3 Jahren wird die Ermäßigung von 40 auf 50 Prozent erhöht. Beim Familienpass gibt es eine Ermäßigung von 50 Prozent beim Besuch des Regelkindergartens für Kinder über 3 Jahren bei Regel- und VÖ-Zeiten.

Günstiger werden für Familienpass-plus-Inhaber auch Angebote wie TUPF oder die Verlässliche Grundschule, der Besuch der städtischen Jugendkunst- und Musikschule und der städtischen Ferienbetreuung: Auch hier steigt die Ermäßigung von 40 auf 50 Prozent.

Bereits seit 1. August wurde das Gutschein-Angebot verbesser: Die Gutscheine können – je nach Wahl – in den Bädern, in der Stadtbibliothek, bei den Tuttlinger Hallen, im Scala-Kino oder bei vielen Tuttlinger Vereinen eingelöst werden. Bisher gab es die Gutscheine nur beim Familienpass plus und auch nicht für jedes Kind den vollen Satz. Jetzt gibt es für jedes kindergeldberechtigte Kind Gutscheine im Wert von 50-Euro – und zwar sowohl beim Familienpass plus als auch beim Familienpass. Damit die Familien und Kinder noch dieses Jahr von den zusätzlichen Gutscheinen profitieren können, werden sie per Post an die Familien geschickt.

Im Sommer 2022 können sich die Inhaber*innen des Familienpasses außerdem noch über ein besonderes Extra freuen: Bis zum Ende der Saison dürfen die Kinder bis zum Alter von einschließlich 17 Jahren unter Vorlage eines Ausweises und des Familienpasses kostenlos das Freibad besuchen. Ermöglicht wird das durch die Kooperation der Stadt mit den Tuttlinger Stadtwerken.

INFO:
Den Familienpass und den Familienpass plus können Tuttlinger Familien im Bürgerbüro des Rathauses beantragen. Kontakt: 07461-99257 – Genauere Informationen gibt es auch unter www.tuttlingen.de

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)