Höchste Anerkennung für exzellente Händehygiene

Höchste Anerkennung für exzellente Händehygiene
Auch für Patient*innen und Besucher*innen äußerst wichtig: die richtige Händehygiene zur Vermeidung von Infektionen. (Bild: Universitätsklinikum Ulm)
WOCHENBLATT
Redaktion

Universitätsklinikum Ulm erhält Goldzertifikat der Aktion Saubere Hände

2019 war es noch Silber, nun hat die bundesweite „Aktion Saubere Hände“ (ASH) das Universitätsklinikum Ulm mit dem Gold-Zertifikat für hervorragende Standards in der Händehygiene ausgezeichnet. Das Zertifikat bestätigt im ersten Jahr der Coronavirus-Pandemie die erfolgreiche und kontinuierliche Umsetzung der Qualitätsanforderungen sowie das hohe Niveau der Maßnahmen zur Prävention von Krankenhausinfektionen.

„Eine optimale Händehygiene trägt entscheidend dazu bei, dass sich unsere Patientinnen und Patienten auch während der Coronapandemie im Klinikum sicher fühlen können“, sagt Prof. Heike von Baum, Leiterin der Sektion Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Ulm. „Wir freuen uns daher sehr, dass wir nach dem Bronze- und Silberzertifikat nun auch das Goldzertifikat der Aktion saubere Hände erhalten haben. In Zeiten solch hoher Belastung ist das eine bemerkenswerte Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Seit 2017 beteiligt sich das Universitätsklinikum Ulm an der „Aktion Saubere Hände“, einer nationalen Initiative zur Verbesserung der Händehygiene in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Teilnehmende Kliniken verpflichten sich unter anderem zur Durchführung von Beobachtungen, um festzustellen, ob die Händehygiene auf allen Intensivstationen, ausgewählten Normalstationen und Funktionsbereichen eingehalten wird. Die Rückmeldung und Analyse der Ergebnisse sowie die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen gehören ebenfalls dazu. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Etablierung von Informations-, Schulungs- und Fortbildungsangeboten. So führt das Team der Krankenhaushygiene regelmäßig Schulungen oder auch Aktionstage durch, bei denen Mitarbeiter*innen, Patient*innen und Besucher*innen bei der korrekten Händedesinfektion angeleitet werden. 2018 machte zum Beispiel das „ASH“-Mobil einen Tag lang Station am Uniklinikum. Dort konnten die Mitarbeiter*innen an den verschiedenen Lernstationen ausgiebig ihr Wissen rund um das Thema Händehygiene testen und erweitern.

„Wir sind stolz darauf, dass wir bei der Aktion Saubere Hände das Gold-Zertifikat als höchste Auszeichnung erreichen konnten. Unser Dank dafür gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikum, die sich täglich für optimale Händehygiene einsetzen und auch in der aktuell sehr fordernden Zeit das Erreichen dieses Zieles ermöglicht haben“, sagt Prof. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Ulm.

Für eine optimale Hygiene im Klinikum sind auch die Patient*innen und ihre Besucher*innen – die die Klinik aktuell nur im Ausnahmefall betreten dürfen – aufgerufen, sich an die Vorgaben halten. So sollte sich idealerweise jeder die 5 Momente merken, in denen eine Handdesinfektion sinnvoll ist: Vor Betreten des Patientenzimmers – Beim Verlassen des Patientenzimmers – Vor dem Essen – Nach dem Toilettengang – Vor und nach dem Berühren von Schleimhäuten und Wunden. Eine richtig durchgeführte Händedesinfektion ist nicht erst seit der Coronapandemie der beste Schutz vor ungewollter Übertragung von Krankheitserregern, die vor allem für chronisch kranke und immungeschwächte Patient*innen zur Bedrohung werden können.

Über die „Aktion Saubere Hände“

Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Beachtung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. ins Leben gerufen. Die Teilnahme ist freiwillig.