Hoch „Queen“ stabilisiert unser Wetter: Sorgt die „Queen“ für Frühlingswetter?

Hoch „Queen“ stabilisiert unser Wetter: Sorgt die „Queen“ für Frühlingswetter?
Hoch „Queen“ bringt uns am Freitag freundliches Wetter. (Bild: pixabay)

Lindau/Bodensee (nk) – Das Hochdruckgebiet „Queen“ stabilisiert unser Wettergeschehen in den kommenden Tagen. Dabei dürfen wir uns zum Wochenend-Einstieg auf viel Sonnenschein freuen. Anschließend steigen die Temperaturen zwar deutlich an, wobei man von beständigem und sonnigem Frühlingswetter nicht sprechen kann. Am Ende des Berichts wartet ein interessanter Vergleich auf Euch.

Der Freitag beglückt uns mit reichlich Sonnenschein. Dabei ist die Ausgangslage der Temperaturen am frühen Morgen relativ kalt: Mit -2 bis 1 Grad droht vielerorts Frost, bevor es tagsüber deutlich nach oben geht. Abgesehen von aufkommenden Wolkenfelder zur zweiten Tageshälfte scheint oftmals die Sonne von einem blauen Aprilhimmel herab. Die Höchstwerte erreichen mit der Sonneneinstrahlung 8 bis 11, örtlich auch bis zu 12 Grad und fühlen sich in windgeschützteren Lagen angenehm an. Aufgrund des lebhaften, in freien Lagen mitunter auch starken Nordostwind fühlen sich die Temperaturen auf der Haut merklich kälter an.

Der Hauptgrund für diesen sonnigen Tag ist das Hoch „Queen“. Wie man auf der Großwetterlagenkarte für Freitag gut erkennen kann, sind wir zunächst im Einfluss des hohen Luftdrucks. Durch dieses nordöstlich von uns positionierte Tief kommt zugleich auch kältere Luft zu uns, sodass warmes Frühlingswetter nicht zustande kommt.

Großwetterlage am Freitag. (Bildquelle: Wetter.net)

Dies gilt ebenfalls am Samstag, an dem wir anfangs noch größere Sonnenanteile haben. Im Tagesverlauf vermehren und verdichten sich dann die Wolkenfelder und die Stimmung wirkt im Gesamteindruck trüb. Abgesehen von örtlichen Aufheiterungen bleibt uns die Wolkendecke überwiegend erhalten und dämpft entsprechend die Temperaturen. Die Höchstwerte erreichen unter der Bewölkung 7 bis 10, mit vermehrten Sonnenstrahlen auch bis zu 11 Grad und fühlen sich durch den bodennahen Nordostwind weiterhin kälter an.

Am Sonntag präsentiert sich das Wettergeschehen ähnlich wie am Samstag, wobei das Regenrisiko vergleichsweise steigt. Die Höchstwerte erreichen nach einer frostfreien Nacht circa 8 bis 11 Grad und fühlen sich ähnlich an. Zu Gunsten aller „Wärmeliebhaber“ gibt es nämlich auch positive Nachrichten: Der unangenehme Wind aus nordöstlichen und östlichen Richtungen schwächt sich im Vergleich der Vortage ab und wechselt phasenweise die Windrichtung auf West.

Nächste Woche erwartet uns ein Gemisch aus Sonne & Wolken und Regenschauern. (Aufgenommen auf dem „Entenberg“ bei Lindau. Bild: Kewin Hamela)

Zu Wochenbeginn strömen wärmere Luftmassen nach Mitteleuropa. Sonniges und beständiges Wetter sollten wir jedoch nicht erwarten: Nach derzeitigem Stand ist ein Gemisch aus Sonne & Wolken und Regenschauern die wahrscheinlichste Variante. Die Temperaturen würden mit 10 bis 15 Grad und etwas darüber einen Anstieg im Vergleich zu dieser Woche verzeichnen. Rundum sorgen die milderen Temperaturen in Kombination mit den Schauern für weitere Schritte in der Vegetation.

Zum Schluss vergleichen wir anhand dieser Grafiken den diesjährigen April mit dem April 2020. Im bisherigen Verlaufe des Aprils liegen wir deutschlandweit im Mittel bei 4,7 Grad (aufgerundet). Am Bodensee liegen wir derzeit bei etwa 6,5 Grad.

Monatsmittel der Temperatur April 2021. (Bild: mtwetter.de)

Nun blicken wir auf den Stand vom 15. April aus dem vergangenen Jahr und stellen fest: Deutschlandweit lag das Mittel des Monats bei 10,4 Grad und am Bodensee zwischen 12,5 und 13,0 Grad. Das bedeutet, dass der April bislang über 6,0 Grad kälter ist als im letzten Jahr. Dementsprechend war auch die Vegetation im vergangenen Jahr deutlich weiter vorangeschritten.

Monatsmittel der Temperatur April 2020. (Bild: mtwetter.de)