Hilfstransport für die Ukraine: Karl Storz stiftet Waren im hohen fünfstelligen Bereich

Hilfstransport für die Ukraine: Karl Storz stiftet Waren im hohen fünfstelligen Bereich
Bei der Verladung der Produktspende für die Ukraine verschaffte sich auch Johannes Flamm, Logistikleiter bei Karl Storz, ein Bild von der Lieferung. (Quelle: KARL STORZ)
WOCHENBLATT
Redaktion

Hochwertige Medizintechnik mit einem Wert im hohen fünfstelligen Bereich hat das Tuttlinger Familienunternehmen Karl Storz für die von der Stadt Tuttlingen organisierte Ukraine-Hilfsaktion gespendet. Die Hilfsgüter wurden nun auf die Reise geschickt.

Die großen Kartons enthalten einen Querschnitt dessen, was die moderne Medizintechnik für endoskopische Eingriffe sowie in der Anästhesie und Notfallmedizin bereithält: Ein Absauggerät ist ebenso dabei wie Beleuchtungs-, Telekamera- sowie Teleskopsysteme, Trokare und Hochfrequenz-Chirurgiegeräte sowie eine Saugpumpe und Laryngoskope. Verladen wurden die Kisten nun beim Logistikzentrum von Karl Storz in Neuhausen, Ziel sind die Krankenhäuser in Lysianka und Cherkasy in der Ukraine.

Der Kontakt zwischen der Stadt Tuttlingen und den beiden Regionalkliniken besteht seit dem Frühjahr. Vermittelt wurde er über die aus der Ukraine stammende Ärztin Dr. Kristina Mazur, die am Klinikum Tuttlingen praktiziert. „Als Weltzentrum der Medizintechnik ist es uns ein Bedürfnis, hier gezielt zu helfen“, so Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck, „und wenn man direkte Kontakte vor Ort hat, kann man auch sicher sein, dass die Hilfsgüter dort ankommen, wo sie benötigt werden.“ Mit Dr. Taras Pavlenko von der Klinik in Lysianka wurde ein solcher Ansprechpartner dann auch gefunden.

Nachdem bereits im Juni ein Transport mit mehreren kleineren und mittleren Spenden verschiedener Unternehmen auf den Weg gebracht wurde, ging nun die zweite Lieferung auf die Reise. Dieses Mal stammten sämtliche Hilfsgüter von nur einem Unternehmen – und zwar von Karl Storz.  Es ist die bisher größte Einzelspende der Aktion. Die Waren wurden zum Teil speziell für den Bedarf der ukrainischen Kliniken produziert. Damit erhöht sich der Spendenwert der gesamten Spendenaktion auf rund 168.000 Euro. Koordiniert wurde die ganze Spendenaktion von Maria-Tiziana Ferrante von der städtischen Wirtschaftsförderung.

Maria-Tiziana Ferrante und Wirtschaftsförderer Martin Wycisk bei der Abstimmung des Hilfstransports im Sommer – hier zusammen mit Kommunikationsleiterin Anja Ebert von der Firma KARL STORZ.
Maria-Tiziana Ferrante und Wirtschaftsförderer Martin Wycisk bei der Abstimmung des Hilfstransports im Sommer – hier zusammen mit Kommunikationsleiterin Anja Ebert von der Firma KARL STORZ. (Quelle: Stadt Tuttlingen)

Die beiden Kliniken Lysianka und Cherkasy sind kleine, regionale Kliniken und befinden sich rund 170 Kilometer von Kyiv entfernt. Seit Kriegsbeginn verfügen die Kliniken nicht mehr über ausreichend finanzielle Mittel, um genügend Geräte und Verbrauchsmaterialien zu erwerben. Dazu kommt, dass die Zahl der zu versorgenden Patientinnen und Patienten durch die Flucht aus anderen Teilen des Landes und natürlich auch wegen der Kriegsverletzungen deutlich gestiegen ist.  Mit den endo-chirurgischen Geräten und dem Zubehör von Karl Storz sind die Kliniken nun wieder gut ausgestattet, um wichtige Eingriffe zu tätigen, die vorher nicht möglich waren.

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)