Herausforderungen in der Luftrettung

Herausforderungen in der Luftrettung
Seit fast 50 Jahren bietet die DRF Luftrettung professionelle Notfallrettung aus der Luft - weltweit.
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Redaktion

Hohe Einsatzzahlen auch in der Corona-Pandemie – das ist das Fazit, das die DRF-Gruppe anlässlich der Veröffentlichung ihrer Einsatzzahlen für 2020 zieht. Trotz erheblicher Herausforderungen durch das Virus konnten die Luftretter durch schnell umgesetzte Maßnahmen an den Stationen, in der Werft, im Einsatzbetrieb und in der Verwaltung ihre Einsatzbereitschaft vollständig aufrecht erhalten. Die Hubschrauber und Flugzeuge der DRF-Gruppe wurden 2020 insgesamt 39.971 Mal alarmiert. „Christoph 45“ ist letztes Jahr von Friedrichshafen aus 1.086 Einsätze geflogen.

Die 35 Stationen der DRF-Gruppe in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sowie der Ambulanzflugbetrieb liegen mit ihren insgesamt 39.971 Einsätzen bei 98 Prozent des Vorjahresniveaus. „Wir sind stolz darauf, dass wir auch unter diesen sehr schwierigen Bedingungen umfassend für die Menschen da sein konnten“, macht Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, deutlich. „Anpassungen der Dienstpläne an den Stationen und in der Werft, Homeoffice in der Verwaltung und eine teilweise Umstellung der Lieferketten halfen uns dabei, uns Anfang des Jahres sehr schnell auf die neuen Bedingungen einzustellen.”

Isoliertragen und zwei zusätzliche Hubschrauber

In einem nächsten Schritt wurden Überlegungen angestellt, wie die DRF Luftrettung über die Aufrechterhaltung des Einsatzbetriebs hinaus zur bestmöglichen Bewältigung der Corona-Krise und zur Stabilisierung des Gesundheitssystems beitragen könnte. Ein Ergebnis war die schnelle Beschaffung von elf Isoliertragen, sogenannten „EpiShuttles”, und ihr umgehender Einsatz an den Stationen. Mit ihr können Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten wie in einer Isolierstation transportiert werden. Dies schützt Crew und Patient gleichermaßen. Zudem sparen die Luftretter wertvolle Zeit und können den Hubschrauber sehr rasch wieder für Einsätze zur Verfügung stellen, da die besonders aufwändige Desinfektion des Hubschraubers nach Einsätzen mit infektiösen Patienten, zu denen auch Corona-Infizierte gehören, nicht notwendig ist.

Mehr unter: www.drf-luftrettung.de  

(Jahresbilanz 2020 der DRF-Gruppe, Stand: 11.01.21)