Harter Kampf wird am Ende nicht belohnt

Harter Kampf wird am Ende nicht belohnt
Die Ravensburg Towerstars kämpften in der Finalserie gegen die Löwen Frankfurt. (Bild: Ravensburger Towerstars)
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Redaktion

Ravensburg – Es war klar, dass die Oberschwaben nach der 0:7 Auftaktniederlage in Frankfurt auf eigenem Eis die Initiative ergreifen mussten. Robbie Czarnik sowie Vincenz Mayer unterstrichen dies mit den ersten guten Chancen nach knapp einer Minute. Der erste Rückschlag folgte allerdings dreieinhalb Minuten später. Charlie Sarault fuhr an der blauen Linie einen Check zu Ende und bekam dafür zwei Strafminuten aufgebrummt.

Gegen das gewohnt starke und präzise vorgetragene Powerplay des Hauptrundenmeisters konnten sich die Towerstars 58 Sekunden lang wehren. Dann legte sich Rylan Schwartz einen Abpraller zurecht und lupfte die Scheibe zum 0:1 ins linke Kreuzeck.

Die Towerstars schienen den Dämpfer relativ schnell verdaut zu haben, denn sie erarbeiteten sich alsbald hochkarätige Möglichkeiten auf den Ausgleich. Nick Latta verpasste in der 5. Minute haarscharf einen Querpass vor dem Torraum, richtig Pech hatte Sam Herr drei Zeigerumdrehungen später bei einem Lattenknaller. Froh sein konnten die Towerstars in der 8. Minute, als die Unparteiischen nach einer Notbremse von Sam Herr zur Überraschung aller weder auf Penalty, noch auf eine Strafzeit wegen Beinstellens entschieden.

Nichts zu rütteln gab es eine halbe Minute später, als Frankfurts Stürmer Adam Mitchell zwei Minuten für einen Bandencheck aufgebrummt bekam. Das Powerplay lief gut durch die Ravensburger Reihen und der auf halblinker Position freigelaufene Charlie Sarault hämmerte die Scheibe unhaltbar zum 1:1 Ausgleich ins linke Eck. Direkt nach dem Anspielbully ließ Enrico Henriquez eine gute Möglichkeit auf die Führung folgen, doch wie schon einige seiner Kollegen zuvor scheiterte er am reaktionsstarken Löwen-Torhüter Jake Hildebrand.

Die Partie ging insgesamt weitgehend ausgeglichen weiter, doch erneut sorgte eine Strafzeit für den entscheidenden Unterschied. Diesmal fuhr Enrico Henriquez einen Check an der Bande zu hart und erneut schlug das Frankfurter Überzahlspiel gnadenlos zu. Adam Mitchell traf in der 14. Minute zur erneuten 1:2 Führung. In der Schlussphase des ersten Spieldrittels gab es eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen, doch erneut gab es an Jake Hildebrand kein Vorbei.

Der zweite, letztlich torlose Spielabschnitt, wurde von beiden Teams mit eher angezogener Handbremse vorgetragen. Beide Mannschaften scheuten das Risiko und da der Fokus auf die neutrale Zone gelegt wurde, rutschten auf beiden Seiten viele Pässe ins Leere. Dennoch verbuchten beide Clubs die eine oder andere Torchance. Beispielsweise gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts. Hier wurde Nick Latta von der Frankfurter Abwehr vollkommen vergessen. Doch auch hier blieb der Löwen-Keeper Sieger des Duells.

Für den Schlussabschnitt hatten sich die Oberschwaben viel vorgenommen. Das Tempo war wieder deutlich höher, die Scheibe wurde selbstbewusst und präziser durch die neutrale Zone gespielt. Daraus resultierten eine Vielzahl an Torchancen, zumal die Gäste sich jetzt verstärkt auf das eigene Verteidigungsdrittel konzentrierten und eher auf Konter lauerten. Insbesondere in der Schlussphase stand das Frankfurter Tor unter Dauerbeschuss. Doch egal wohin die Ravensburger Stürmer aus kurzer Distanz oder die Verteidiger von der blauen Linie auch hinschossen, Jake Hildebrand hatte irgendwo einen Ausrüstungsgegenstand im Weg.

So tickten die Sekunden immer weiter von der Uhr, als letzte Option nahm Peter Russell zwei Minuten vor Ende eine Auszeit und ließ Torhüter Jonas Langmann für einen 6. Feldspieler draußen. Zwar wurde das Bully gewonnen und die Towerstars kamen in die Powerplay-Aufstellung, doch 30 Sekunden später ging der Puck verloren, Rylan Schwartz wurde auf die Reise geschickt und netzte zum 1:3 ein.

“Wir haben heute die erhoffte Reaktion auf das schlechte Spiel in Frankfurt gezeigt. Allerdings hat es nicht gereicht, Frankfurt hat das eigene Tor mit einem erneut starken Keeper Jake Hildebrand gut verteidigt“, sagte Towerstars Trainer Peter Russell nach dem Spiel. Damit führt Frankfurt in der “best-of-seven” Serie jetzt mit 2:0, zum nächsten Aufeinandertreffen kommt es am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Eissporthalle Frankfurt. Auch diese Partie wird live auf SpradeTV zu sehen sein.

(Pressemitteilung: Ravensburg Towerstars)