ETF-Sparpläne Gute Renditechancen bei vertretbarem Risiko

Gute Renditechancen bei vertretbarem Risiko
Auch Börsenneulinge können mit einem ETF-Sparplan an der Börse mitmischen und auf lange Sicht gute Renditen einfahren, wenn sie auch zwischenzeitliche Tiefs aushalten können. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETF, sind preiswert, flexibel und insolvenzgeschützt. Das bedeutet: Sie sind sicher vor dem Zugriff von Gläubigern, falls Depotbank oder Fondsgesellschaft pleitegehen. Dazu haben sie in der Vergangenheit oft eine beachtliche Performance hingelegt und gehören längst in das Portfolio vieler Anleger.

Auch Börsenneulinge können mit einem ETF-Sparplan an der Börse mitmischen und auf lange Sicht gute Renditen einfahren, wenn sie auch zwischenzeitliche Tiefs aushalten können. Die Stiftung Warentest erklärt in der Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest, wie es geht – und hat auch Tipps für Fortgeschrittene parat. 

Sogar was für Börsenmuffel

„Normalerweise soll man nicht in Aktien anlegen, wenn man sich nicht auskennt mit Firmen und Finanzen“, so Roland Aulitzky von Finanztest, der zusammen mit Projektleiter Simeon Gentscheff die Untersuchung gemacht hat. Gentscheff ergänzt: „Bei ETF sieht die Sache aber anders aus. Sie eignen sich sogar für Börsenmuffel, die sich nicht regelmäßig mit den Finanzmärkten beschäftigen und trotzdem langfristig eine hohe Rendite erzielen wollen.“

Geringe Kosten

Die Anleitung dazu, vom Anlegen des Depots über die Auswahl geeigneter ETF bis zum Festlegen der monatlichen Sparsumme liefern die beiden in ihrem Artikel. Angst vor dem Börsencrash muss grundsätzlich niemand haben, so die Experten, denn starke Kursschwankungen sind normal, und wer sie aushält, wurde bisher mit einer hohen Rendite belohnt. Wer monatlich über viele Jahre einen konstanten Betrag investiert, muss keinen Gedanken an Wertverlust verschwenden. Wer zehn Jahre 50 Euro im Monat einzahlt, kommt bei einer jährlichen Rendite von 8 Prozent auf einen Endbetrag von fast 8.700 Euro. Bei 500 Euro im Monat, sind es nach 30 Jahren mit gleicher Rendite über 630.000 Euro im Depot. 

Dabei verursacht das monatliche Sparen in ETF kaum Kosten, viele Anbieter verlangen nichts für die Ausführung. Die Juni-Ausgabe von Finanztest gibt den Starter-Tipp, in einen ETF zu investieren, der weltweit anlegt, und diesen in ein günstiges Depot zu legen. Dann nur noch das Sparziel festlegen, Sparsumme und -Intervall, und los geht’s. Die nachhaltigen Investmentfonds mit der höchsten Finanztest-Bewertung werden in der Untersuchung ebenfalls präsentiert. Wer guten Gewissens anlegen möchte, findet passende Anlagemöglichkeiten – in einer großen Tabelle oder im interaktiven Fondsfinder der Stiftung Warentest: www.test.de/fonds

Der ausführliche Bericht erscheint in der Zeitschrift Finanztest 6/22 am 10.05.2022 und ist online abrufbar unter www.test.de/etf-sparplan