Große Sonderausstellung: „Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg“

Große Sonderausstellung: „Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg“
Blicke in die Ausstellung im Bereich "Gelehrte & Druiden". (Bild: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Simon Neßler)
WOCHENBLATT
Redaktion

Konstanz (wb) – Im Rahmen der Keltenkonzeption Baden-Württemberg präsentiert das Archäologische Landesmuseum (ALM) gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart bis zum 9. Januar 2022 die Große Sonderausstellung „Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg“.

„Wir sind dem Ziel, die historische Bedeutung der Kelten im Land sichtbar und erfahrbar zu machen, nicht nur einen, sondern mehrere wichtige Schritte nähergekommen“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski. Die Ausstellung inszeniert laut ALM-Pressemitteilung den Kult – einen bedeutenden Aspekt keltischen Lebens – und bietet spannende Einblicke in die Glaubenswelt der Kelten, ihre Jenseitsvorstellungen, Ahnenverehrung und naturmagische Orte. Neuartige Erzählstrukturen und hochkarätige Funde aus dem Land, aber auch aus der Schweiz, Österreich und Frankreich, machen den Kult der Kelten mit allen Sinnen erfahrbar.

Blicke in die Ausstellung im Bereich "Verwunschene Plätze".
Blicke in die Ausstellung im Bereich „Verwunschene Plätze“. (Bild: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Simon Neßler)

Claus Wolf, Direktor des ALM sowie Präsident des Landesamts für Denkmalpflege: „Wir sind überzeugt davon, dass in den dafür eigens neu eingerichteten Räumen des ALM in Konstanz die Grundlage dafür geschaffen wurde, dass auch in Zukunft innovative und herausragende archäologische Sonderausstellungen am Bodensee gezeigt werden können.“

Menschliche Knochenreste aus einem Opferschacht.
Menschliche Knochenreste aus einem Opferschacht. (Bild: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, M. Schreiner)

INFO: Das ALM Baden-Württemberg präsentiert die südwestdeutsche Landesarchäologie. Anhand von Funden, Modellen und Rekonstruktionen werden auf anschauliche Weise auch die Methoden und Ergebnisse moderner archäologischer Forschung vorgestellt. Der Bogen spannt sich dabei von den Pfahlbauten des 4. Jahrhunderts v. Chr. an den Voralpenseen bis zur Industriearchäologie der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur mit einem Schwerpunkt auf der Mittelalterarchäologie in den alten Städten des Landes. Dem Museum sind sieben archäologische Zweigmuseen in Aalen, Bad Buchau, Blaubeuren, Oberriexingen, Osterburken, Rottweil und Walheim zugeordnet. Das ebenfalls angegliederte Zentrale Fundarchiv in Rastatt hat die Aufgabe, archäologische Fundstücke aus ganz Baden-Württemberg zu verwalten.