Größtes Rechenzentrum Rumäniens: Rolls-Royce liefert MTU Blockheizkraftwerk

Größtes Rechenzentrum Rumäniens: Rolls-Royce liefert MTU Blockheizkraftwerk
Der Campus wird mit dem Ziel errichtet, die Wettbewerbsfähigkeit Rumäniens im Bereich der globalen IT-Infrastruktur zu steigern. (Bild: Rolls Royce Power Systems)
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Redaktion

Friedrichshafen (wb/dab) – Rolls-Royce hat kurz nach dem Jahreswechsel drei maßgeschneiderte Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen (KWKK) an den rumänischen Cloud-Dienstleister ClusterPower geliefert. Diese werden für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung auf dessen neuem Technologie-Campus in der Nähe der südrumänischen Stadt Craiova eingesetzt, wo das IT-Unternehmen das größte Rechenzentrum in Rumänien eröffnen wird.

Blockheizkraftwerke sind wasserstofftauglich

Die Aggregate basieren laut Pressemitteilung auf MTU-Gasmotoren des Typs 20V 4000 L64 FNER, welche die strengsten Emissionsnormen erfüllen, ein schnelles Hoch- und Herunterfahren ermöglichen, ein breites Spektrum an Lastoperationen bieten und äußerst robust auch bei hohen Außentemperaturen sind. Sie sind wasserstofftauglich, bieten die Möglichkeit, dem Erdgas bis zu 25 Prozent Wasserstoff als Kraftstoff beizumischen und können in Zukunft in einen reinen Wasserstoffmotor umgewandelt werden. Damit tragen sie zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei.

Die Aggregate basieren auf MTU-Gasmotoren des Typs 20V 4000 L64 FNER.
Die Aggregate basieren auf MTU-Gasmotoren des Typs 20V 4000 L64 FNER. (Bild: Rolls Royce Power Systems)

„Wir brauchen eine sehr zuverlässige, nachhaltige Lösung und ein Unternehmen, das innovativ genug ist, um unsere Ambitionen zu erfüllen“, sagt Cosmin Georgescu, CEO von ClusterPower. „Deshalb sind wir stolz auf unsere Partnerschaft mit Rolls-Royce und der Marke MTU. Es ist eine vertrauensvolle Beziehung, die auf gemeinsamen Zielen wie der Verwendung einer innovativen und umweltfreundlichen Technologie zum Nutzen unserer Kunden basiert“, fügt Georgescu hinzu.

Erstes Hyperscale-Rechenzentrum in Südost-Europa

Der 273.000 Quadratmeter große Campus wird mit dem Ziel errichtet, die Wettbewerbsfähigkeit Rumäniens im Bereich der globalen IT-Infrastruktur zu steigern. Es ist das erste Hyperscale-Rechenzentrum in Südost-Europa. Alle fünf Rechenzentren sollen im Jahr 2025 fertiggestellt werden. In dem Zuge plant ClusterPower, sein Gas-Kraftwerk auf eine Gesamtleistung von 200 MW zu erweitern und so seinen eigenen nachhaltigen Strom zu produzieren.

Das erste der fünf Rechenzentren soll im ersten Quartal 2022 eröffnet werden. Die mtu-Aggregate liefern als Blockheizkraftwerk Strom, Wärme und Kälte für das Gebäude und die Infrastruktur. „Ich denke, dass Rumänien viel über die europäische Zukunft hinsichtlich Innovation und Digitalisierung zu sagen hat. Wir haben hier die Möglichkeit, neue Infrastrukturen zu entwickeln, die die neuesten Technologien und moderne Umweltstandards nutzen“, so Georgescu.

(Quelle: Rolls-Royce)