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Grillvergnügen: Ran an die Buletten oder so?!

Grillvergnügen: Ran an die Buletten oder so?!
Grillen ist eine der weltweit beliebtesten sozialen Freizeitbeschäftigungen. (Bild: Pixabay)

Der Deutschen liebster Sport ist zweifelsohne der Fußball – na klar. Aber ganz dicht dahinter – insbesondere in den Sommermonaten – folgt eine „Sportart“, die von den meisten Menschen nicht als eine solche betrachtet wird – es sei denn von der- oder demjenigen, der mit der Grillzange und der passenden Schürze dazu, das Sagen hat oder den Ton angibt.

Dieser Spezies von Mensch begegnet man insbesondere zwischen Mai und September quasi überall – mitten im Wohngebiet, auf Anhöhen am Waldrand, an Badestränden sowie natürlich auf Campingplätzen. Ja, und das nicht nur in unserem Verbreitungsgebiet, sondern weit darüber hinaus – über ganze Orts- und Stadtgrenzen, Landkreise, Landes- und Bundesgrenzen hinweg. Eigentlich ist er ja ein ruhiger Vertreter seines Fachs – außer, man redet ihm rein.

Bestens geeignet zum Grillen sind rohe, grobe Bratwürste direkt vom Metzger. Auch vorgekochte Bratwürstchen (Brühwürste) wie die Nürnberger oder die Thüringer Rostbratwurst machen auf dem Grill eine gute Figur.
Bestens geeignet zum Grillen sind rohe, grobe Bratwürste direkt vom Metzger. Auch vorgekochte Bratwürstchen (Brühwürste) wie die Nürnberger oder die Thüringer Rostbratwurst machen auf dem Grill eine gute Figur. (Bild: Pixabay)

Richtig gelesen „ihm“. Denn dieser harte Sport ist aus seiner Sicht nichts für „sie“ – zumindest in der vorderen Verantwortungslinie, als am Grillrost. Für Salate, Tischdekorationen oder die Getränkeversorgung ist das weibliche Geschlecht gut genug – entschuldigen Sie diese Eindimensionalität – aber den Rest macht er, nur er – der Vollprofi. Er ist schon am frühen Morgen nervös und geht den Grillabend schon einmal gedanklich durch.

Holzkohle braucht nur gut 20 bis 25 Minuten, bis sie heiß ist. Ist sie mit weißer Ascheschicht überzogen, zeigt die Kohle damit den passenden Moment an um Fleisch, Wurst oder Gemüse zu grillen.
Holzkohle braucht nur gut 20 bis 25 Minuten, bis sie heiß ist. Ist sie mit weißer Ascheschicht überzogen, zeigt die Kohle damit den passenden Moment an um Fleisch, Wurst oder Gemüse zu grillen. (Bild: Pixabay)

Alles muss sitzen oder passen, Fehler dürfen keine passieren – erst recht nicht bei den unzähligen Wendemanövern über der Holzkohle. Richtig, Kohle – für den echten Profi, also er glaubt es zu sein, sind Gas oder Strom quasi Schimpfworte, dabei schmeckt es auf einem Elektrogrill oder dem per Gas betriebenen Schmuckstück sicherlich nicht weniger gut. Vorausgesetzt, man lässt dem Fleisch, den Würsten, Fisch, Käse und Gemüse Zeit – viel Zeit.

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Doch die hat der Hektiker mit der Schürze und der Zange eher selten, aber dafür umso größeren Durst. „Puh, ist das auch wieder anstrengend!“, murmelt er, während die bessere Hälfte Salate, Brot, Dips und mitunter selbstgemachten Kräuterbutter oder Zaziki zaubert, als wäre es das Normalste der Welt. Der Herr der Schöpfung hat nur eine Aufgabe: Das Belauern seines besten Freundes. Und damit ist keiner der Gäste oder Camping-Nachbarn gemeint.

Wenn alle Familienmitglieder, Freunde oder Gäste schon längst Platz genommen haben und alles bereit ist für einen gemütlichen Grillabend, dann – ja dann – passiert das Unmögliche doch noch. Der Sohnemann wagt es, anzumerken, dass ihm seine weiße Bratwurst dann doch zu dunkel ist. Nun, diese und andere kritische Floskeln wie „Das Rind war aber letztes Mal saftiger…“ grenzen an Königsmord. Erst recht, wenn das die lieben Nachbarn mitbekommen.

Während der Gargrad also noch diskutiert wird, bleiben andere Grillgüter dem Feuer fern. Meistens ja das, was nur wenige am Tisch zu sich nehmen, wie beispielsweise der Lachs, die Zucchini oder der eingepackte Schafskäse. Nun, solche Dinge gehören aus der Sicht des Schürzenträgers eigentlich erst gar nicht auf seinen Rost. Erst beim zweiten bösen Blick der Frau schiebt der Gastgeber die Würste und das Fleisch unter leisem Brummeln etwas beiseite.

Kritik gehört nicht an den Grill – ganz egal, ob der mit Holzkohle, Gas oder Strom betrieben wird. Denn der Mann an der Grillzange versteht sein Handwerk wie kein Zweiter in der Wohnsiedlung, auf dem Campingplatz oder auf dem Freizeitgelände beziehungsweise am Badestrand. Sollte es zu viele Nachfragen oder Anmerkungen geben, bleibt der Grill beim nächsten Mal aus und die Mägen leer. Dabei ist’s wie beim Fußball – es ist doch nur Sport…

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