Bunte Statements Graffiti-Projekt der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Aulendorf

Graffiti-Projekt der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Aulendorf
Die offene Kinder- und Jugendarbeit Aulendorf führte ein Graffiti-Projekt in Kooperation mit dem Künstler „Daschu“ durch. (Bild: Offene Kinder- und Jugendarbeit Aulendorf)
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Redaktion

Wer in letzter Zeit eine Zugreise gemacht hat, hat es vielleicht schon entdeckt: In der Bahnhofsunterführung kommt eine bunt gesprayte Wand zum Vorschein. Die offene Kinder- und Jugendarbeit Aulendorf führte ein Graffiti-Projekt in Kooperation mit dem Künstler „Daschu“ durch.

Als die Stadtverwaltung auf die offene Kinder- und Jugendarbeit mit dem Vorschlag zukam, ein Projekt zu organisieren, um die Wand in der Bahnhofsunterführung zu gestalten, sagten die Jugendsozialarbeiterinnen Franziska Wiest und Clementina Esposito natürlich direkt zu. Für das Projekt konnten die Mitarbeiterinnen des Haus Nazareth, Sigmaringen, am Standort Aulendorf den bekannten Künstler Daniel Schuster alias „Daschu“ gewinnen. Daschu begeisterte bereits einige Gemeinden und Städte mit seiner künstlerischen Begabung, kahle Wände an öffentlichen Gebäuden bunt zu gestalten.

Und auch als Workshop-Leiter konnte er mit seinen Erzählungen und Anleitungen zum grafischen Zeichnen die 9, am Projekt teilnehmenden Jugendlichen sowie auch die Jugendsozialarbeiterinnen überzeugen. „Wir haben viel gelernt – vom Zeichnen auf dem Blatt bis zum Sprayen an der Wand“, erzählte ein Teilnehmer.

In den zwei Workshop-Tagen am 23.09. & 24.09. wurde zunächst die Wand begutachtet, bevor der zweistündige Theorie-Teil und die Ideensammlung im Jugendtreff am Schlossplatz fortgesetzt wurde. Die Jugendlichen waren sich einig, dass die ankommenden Reisenden am Bahnhof mit einer Willkommenskultur und positiven Statements begrüßt werden sollen. Zurück am Schauplatz am Bahnhof brachte Daschu dann alle Ideen und Zeichnung der Jugendlichen auf einer Skizze zusammen. Mit der Einführung in die richtige Technik des Sprayens und den ersten Sprayversuchen wurde der erste Tag abgerundet.

Der zweite Tag begann früh morgens mit einer kleinen handwerklichen Aktion, bei der ein paar der restlichen Fliesen unserem Kunstwerk noch im Weg waren und entfernt werden mussten. Mit einer kleinen Mittagspause mit Pizza wurde dann aber den ganzen restlichen Tag gesprayt.

Am Ende des Tages betrachteten alle Teilnehmer ganz stolz ihr Werk und wurden auch schon von den ersten Reisenden für diesen Anblick bei der Ankunft in Aulendorf hoch gelobt.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

(Quelle: Offene Kinder- und Jugendarbeit Aulendorf)