Spar-Tipps für jeden Tag Geld sparen in der Küche: 10 einfache Möglichkeiten

Geld sparen in der Küche: 10 einfache Möglichkeiten
In der Küche gibt es eine Menge Einspar-Potenzial. Und das ohne spürbar Abstriche machen zu müssen. (Bild: Adobe Stock / Kaspars Grinvalds)
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Redaktion

In Zeiten hoher Inflation versuchen viele Menschen zu sparen. Die Küche bietet dafür gleich mehrere Möglichkeiten. Dabei kann die gewohnte Ernährung nicht nur beibehalten, sondern sogar verbessert werden! Hier einige Tipps, wie es gelingt günstig, gesund UND köstlich zu kochen.

Sich vorzunehmen, die eigenen Ausgaben zu reduzieren, kann somit mehrere Vorteile mit sich bringen. Es handelt sich um einen hervorragenden Anlass zur Selbstreflexion. Auch kann es sich lohnen, zumindest zeitweise (wieder) ein Haushaltsbuch zu führen, um einen Überblick über die eigenen Finanzen zu bekommen. Vor allem aber steht die Frage nach den eigenen Prioritäten im Vordergrund, sprich wo kann Geld eingespart werden und wo liegen die eigenen Grenzen der Opferbereitschaft. Sich diese Frage hin und wieder selbst zu stellen, ist durchaus interessant. Auf die Küche bezogen, ergibt sich also die Chance, die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu optimieren. Dort sind zudem zahlreiche Einsparungen möglich, die im Alltag überhaupt nicht auffallen – aber am Ende des Monats einen höheren Kontostand bedeuten. Ein Überblick.

1. Den Stromanbieter wechseln

Die Elektrogeräte in der Küche gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Das gilt beispielsweise für den Kühlschrank oder das Gefrierfach, die sich im Dauerbetrieb befinden. Aber auch Herd, Backofen, Wasserkocher & Co machen einen großen Anteil der Stromrechnung aus. Die Kosten für den Strom im Allgemeinen zu drücken, ist daher ein guter Anfang, um in der Küche bares Geld zu sparen. Etwa einmal jährlich lohnt sich der Anbietervergleich und gegebenenfalls -wechsel. Als positiver Nebeneffekt wird dann auch noch in anderen Wohnungsbereichen gespart, eben wo immer Strom verbraucht wird. Solche Wechsel des Stromanbieters bringen zudem in vielen Fällen weitere finanzielle Vorteile mit sich, wie Neukundenboni oder vergünstigte Tarife für die ersten Monate.

2. Den Stromverbrauch der Elektrogeräte minimieren

Es sind außerdem die Geräte selbst, bei denen gespart werden kann. Daher ist es wichtig, auf die Energieeffizienz zu achten und in Elektrogeräte zu investieren, die einen geringeren Stromverbrauch haben – selbst, wenn ihr Anschaffungspreis etwas höher liegt. Hier darf nicht an der falschen Stelle gespart werden. Das gilt vor allem für die bereits genannten Geräte im Dauerbetrieb oder mit besonders hohem Stromverbrauch. Bei kleineren Elektrogeräten kann es hingegen günstiger sein, ein billiges Modell mit etwas schlechterer Energieeffizienzklasse zu wählen. Kalkulation ist somit das A und O, um die in finanzieller Hinsicht besten Kaufentscheidungen zu treffen.

3. Strom sparen durch die richtigen Gewohnheiten

Zuletzt sind es die eigenen Gewohnheiten, die den Stromverbrauch in der Küche maximieren oder minimieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um mit simplen Veränderungen dieser Gewohnheiten viel Geld zu sparen – ohne, dass diese beim Kochen & Co einen Unterschied machen. Dazu gehört beispielsweise, Elektrogeräte wie die Kaffeemaschine nicht im Standby-Betrieb zu lassen, sondern nach Gebrauch vollständig auszuschalten beziehungsweise auszustecken. Weiterhin kann beim Kochen sowie Backen die Resthitze genutzt werden und die Größe der Herdplatte muss zum Topf passen. Diese sind nur einige von vielen Beispielen, wie in der Küche simpel Strom gespart werden kann. Jede Maßnahme für sich bringt zwar nur einen kleinen Effekt, doch gemeinsam bedeuten sie eine deutlich kleinere Stromrechnung am Ende des Jahres.

4. Mit Einkaufslisten arbeiten

Viele Menschen machen den Fehler, hungrig einkaufen zu gehen und willkürlich in den Wagen zu legen, worauf sie gerade Lust haben. Das kann jedoch teuer werden und dazu führen, dass viele Lebensmittel im Mülleimer landen – oder auf anderen Wegen wieder abgegeben werden. Um solche unnötigen Ausgaben zu sparen, ist es sinnvoll, vor dem Einkauf eine Liste zu schreiben. So kommt nur das in den Einkaufswagen, was tatsächlich benötigt wird. Das spart zugleich Zeit im Supermarkt und verhindert, dass am Ende etwas Wichtiges fehlt, sodass ein erneuter Gang in den Laden notwendig wird. Die gesparte Zeit kann stattdessen genutzt werden, um Preise sowie Inhaltsangaben zu vergleichen und dadurch die Produkte mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auszuwählen.

Schockgefrostetes Obst hat annähernd den gleichen Vitamingehalt wie frisch geerntetes.
Schockgefrostetes Obst hat annähernd den gleichen Vitamingehalt wie frisch geerntetes.
(Bild: Adobe Stock / montblanca)

5. Obst, Gemüse und Beeren gefroren kaufen

Tiefgefrorenes genießt keinen guten Ruf. Zu Unrecht, denn es handelt sich um eine hervorragende Wahl, sofern die Produkte ohne Zusätze sowie richtig gefroren wurden. Dann sind Obst, Gemüse und Beeren oftmals nicht nur billiger, sondern auch noch reicher an Vitaminen gegenüber der frischen Ware. Gleichzeitig sind die Produkte länger haltbar und zeitsparender in der Verarbeitung, da sie beispielsweise schon geschält und geschnitten wurden.

6. Fleisch reduzieren – oder überhaupt nicht mehr konsumieren

Ein großer Kostenfaktor bei den Lebensmitteln ist in vielen Haushalten das Fleisch. Vor allem qualitativ hochwertige Fleischwaren sind ein teurer Luxus. An dieser Stelle kann viel Geld gespart werden und erneut bringt dies noch weitere Vorteile mit sich: Wenn Fleisch- und Wurstwaren durch Gemüse ersetzt werden, profitiert davon die Gesundheit. Weiterhin dient Vegetarismus dem Umwelt- und Klimaschutz sowie natürlich dem Tierschutz. Stattdessen können in der Küche beispielsweise Kräuter selbst angebaut oder andere Anpassungen vorgenommen werden, die mehr Komfort beim Kochen erlauben und in einigen Fällen sogar zusätzlich Geld sparen. Und wer nicht (sofort) ganz verzichten möchte, kann den Fleischkonsum zumindest reduzieren.

7. Möglichst unverarbeitete Lebensmittel wählen

Unverarbeitete Lebensmittel sind gegenüber Fertigprodukten stets vorzuziehen. Dabei geht es weniger um die Frische, denn wie bereits erwähnt kann Tiefgefrorenes die bessere Wahl sein. Stattdessen geht es um den Verzicht auf künstliche Zusätze oder andere Verarbeitungsschritte, welche die Qualität der Lebensmittel mindern. Zudem bringen unverarbeitete Lebensmittel den Vorteil mit sich, dass sie günstiger und auch noch gesünder sind. Es gibt also viele gute Gründe, um mehr selbst zu machen, von den Soßen bis hin zur Pizza.

8. Sonderangebote nutzen und richtig einlagern

Auch ein breites Grundwissen hilft dabei, in der Küche Geld zu sparen. Dazu gehört, sich über die Möglichkeiten zu informieren, welche Lebensmittel wie gelagert werden können – und wie lange sie dadurch haltbar bleiben. Denn die richtige Lagerhaltung hilft dabei, Abfälle zu verhindern und ermöglicht es, bei Sonderangeboten zuzugreifen. Antizyklisch einzukaufen, bedeutet also günstiger einzukaufen, aber dennoch die richtigen Produkte zur Verfügung zu haben, wenn sie benötigt werden. Auch ein ausreichend großer Vorratsraum sollte daher zur Küche gehören und wer will, kann mit verschiedenen Methoden der Konservierung experimentieren.

Etwas aus der Mode gekommen, dabei machen das Haltbarmachen von Lebensmitteln und eine vernünftige Vorratshaltung absolut Sinn.
Etwas aus der Mode gekommen, dabei machen das Haltbarmachen von Lebensmitteln und eine vernünftige Vorratshaltung absolut Sinn.
(Bild: Adobe Stock / Serjik Ahkhundov)

9. „No-Name“-Alternativen zu Markenprodukten kaufen

Neben Sonderangeboten sind „No-Name“-Produkte eine hervorragende Möglichkeit, um Geld zu sparen, ohne an der Qualität der Lebensmittel sparen zu müssen. Viele dieser Alternativprodukte sind ebenso gut oder sogar besser als die bekannteren Markenprodukte. Dabei handelt es sich vor allem um die Eigenmarken der Supermärkte. Es lohnt sich also, einmal gründlich zu recherchieren, welche Alternativen es gibt und wie empfehlenswert diese im Einzelfall sind. Mit der Zeit geht der Griff im Supermarkt dann aus Gewohnheit zu den richtigen Produkten, um das Meiste aus dem verfügbaren Budget für den Wocheneinkauf herauszuholen – mengenmäßig sowie qualitativ.

10. Mogelpackungen erkennen dank Kilopreis

Zuletzt ist es wichtig, den Kauf von sogenannten Mogelpackungen zu vermeiden. Sie sorgen immer wieder für Skandale und doch ist es gang und gäbe, dass der Inhalt einiger Produkte durch ihre Verpackung mehr erscheint, als er tatsächlich ist. Diesbezüglich gibt es jedoch einen ebenso simplen wie effektiven Trick: Es sollten nicht die absoluten Preise, sondern der Kilopreis von Produkten verglichen werden. Dieser ist auf jedem Preisschild ausgewiesen und ermöglicht es, ohne großen Aufwand jene Angebote zu finden, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, in der Küche mit wenig Aufwand viel Geld zu sparen. Diese betreffen unterschiedlichste Bereiche vom Wocheneinkauf bis hin zum Stromanbieter. Viele der genannten Tipps bringen dabei neben den geringeren Kosten noch weitere Vorteile mit sich. Sie schränken also die Qualität der servierten Speisen nicht ein, sondern erhöhen diese sogar oder sparen zusätzliche Zeit. Kosten einzusparen, muss daher nicht immer schwierig sein oder Verzicht bedeuten. „Work smarter not harder“, lautet stattdessen ein bekanntes Sprichwort und dieses trifft hervorragend auch auf die eigene Küche zu.