Funkmast in Laupertshausen fristet trostloses Dasein

Funkmast in Laupertshausen fristet trostloses Dasein
Die Inbetriebnahme vom Sendemast Laupertshausen wurde immer wieder verschoben. (Bild: A. Kesenheimer)
WOCHENBLATT
Redaktion

Laupertshausen – „Da steht er nun der arme Tor und ist so nutzlos wie zuvor“ so könnte man die Situation über den von der Telekom aufgestellten Funkmast beim Sportplatz Laupertshausen beschreiben, der dort Anfang des Jahres 2021 in Betrieb gehen sollte.

Nachdem im Juli 2017 mit einem Bericht in den öffentlichen Medien darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es in Laupertshausen keinerlei Mobilfunkempfang gibt, wurde von Seiten der Gemeinde endlich etwas unternommen, dem Problem Abhilfe zu schaffen. Tatsächlich konnte dann mit der Telekom eine Vereinbarung getroffen werden, die beim neuen Sportplatz in Laupertshausen einen Funkmast errichtet hat. Dieser sollte dann knapp 4 Jahre später im März 2021 in Betrieb gehen.

Aus welchen Gründen auch immer, wurde die Inbetriebnahme immer wieder verschoben und wurde dann für Mitte Oktober 2021 zugesagt. Das traurige Fazit: Wir schreiben den Januar 2022, der Funkmast steht und dies seit Monaten, lediglich bei der Inbetriebnahme heißt es weiterhin „Fehlanzeige“!  

Im Mitteilungsblatt vom 17.12.2021 schreibt Bürgermeister Elmar Braun im Jahresrückblick „Der Funkmast in Laupertshausen steht und wir warten darauf, dass dieser endlich in Betrieb genommen wird“, ja wen wundert es da noch, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland seit Jahren immer weiter abbaut, wenn alle immer nur warten, dass irgendjemand mal irgendetwas macht.

Im Werbespot zu Weihnachten 2021 der Deutschen Telekom wird ironischerweise mit dem Songtext „I only want to be with you“ von der Songwriterin Birdy (Übersetzt „Ich möchte nur mit dir zusammen sein“ ) um neue Kunden geworben, dass die Mobilfunknutzer unter anderem eben auch in Laupertshausen trotzdem weiterhin und dies bereits seit fast fünf Jahren immer noch keinen Mobilfunkempfang mehr haben, scheint nicht zu interessieren. Aber Werbung ist eben Werbung, da darf auch nicht angenommen werden, dass diese Aussagen ernst gemeint sind.

Wen wundert es, schließlich wird auch im Wahlkampf regelmäßig das Versprechen eines flächendeckenden Internets gerne angewandt, um Wähler zu gewinnen. Das traurige Ergebnis, und die Erfahrung, nämlich dass kaum etwas oder gar nichts geht, haben wir in der bestehenden Corona-Pandemie mit Home-Office, Home-Schooling etc.  und nicht funktionierendem Internet zumindest im ländlichen Raum alle schon hautnah erlebt.

Da bevorzugt man dann doch für das neue Jahr 2022 lieber den Song von Pink Floyd „Wish you were here“, (Übersetzung: Ich wünschte du wärst hier) denn die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.