Frühe Diagnose bei Endometriose möglich

Frühe Diagnose bei Endometriose möglich
Endometriose ist eine chronische jedoch gutartige Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut. Und kann zu starken Schmerzen vor und während der Monatsblutung und zu Unfruchtbarkeit führen. (Bild: Anastasia Gepp)
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Redaktion

Köln – Bei 13 Prozent von Patientinnen sind – laut Mitteilung des Deutschen Gesundheitsportals (DGP) – Endometrioseläsionen im Ultraschall festgestellt werden. Die Rate von Dysmenorrhoe, Dyspareunie und schweren Menstruationsblutungen bei Jugendlichen mit Ultraschallbefund war signifikant höher als bei Frauen ohne Auffälligkeiten im Ultraschall.

Endometriose betrifft Frauen meist von der Pubertät bis zu den Wechseljahren. Eine retrospektive Beobachtungsstudie untersuchte jetzt Symptome und Anzeichen für Endometriose bei Jugendlichen.

Die Wissenschaftler untersuchten – so das DGP weiter – 270 Frauen zwischen zwölf und 20 Jahren, bei denen zwischen Januar 2014 und Juni 2019 gynäkologische Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt wurden.

Sie erhielten zwei-dimensionalen, drei-dimensionalen und Power-Doppler-Ultraschall des Beckens. Die Wissenschaftler bestimmten die Lage möglicher Läsionen und die Schwere der Schmerzen (VAS).

54,4 Prozent der Patientinnen litten an Dysmenorrhoe, 28,1 Prozent der Patientinnen an starken Menstruationsblutungen. Bei 13,2 Prozent der Jugendlichen wurden im Ultraschall auffällige Läsionen entdeckt. elf Prozent der Patientinnen litten an Endometriomen an den Eierstöcken, 5,2 Prozent an Adenomyose und 3,7 Prozent an tief infiltrierender Endometriose.

Bei 21 Prozent der Jugendlichen mit Dysmenorrhoe und 33 Prozent der Jugendlichen mit Dyspareunie zeigten sich im Ultraschall Anzeichen für Endometriose. Wenn tief infiltrierende Endometriose im Ultraschall sichtbar war, war diese bei 33 Prozent der Patienten mit Darm-Symptomen und bei 25 Prozent der Patienten mit Dyspareunie assoziiert.

Bei 13 Prozent der Patientinnen konnten Endometrioseläsionen im Ultraschall festgestellt werden. Die Rate von Dysmenorrhoe, Dyspareunie und schweren Menstruationsblutungen bei Jugendlichen mit Ultraschallbefund war signifikant höher als bei Frauen ohne Auffälligkeiten im Ultraschall.

Bei Patientinnen mit Dysmenorrhoe war die Rate für Ultraschall-Auffälligkeiten um 20 Prozent höher. Bei zutreffenden Symptomen sollte daher eine ausführliche Diagnose in Betracht gezogen werden, um eine mögliche Endometriose früh zu erkennen.

Weitere Infos und Gesundheitsthemen gibt’s unter www.DeutschesGesundheitsPortal.de