Freude bei der Arbeit mit Hand und Herz

Freude bei der Arbeit mit Hand und Herz
Sybille Krug, beschäftigt in der WfbM Heggbach, enthüllt mit Martina Miller, Niederlassungsleitung Teilhabe und Bildung und Matthias Ruf, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung das Logo des Jubiläumsjahres (Bild: St. Elisabeth-Stiftung)
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Redaktion

Heggbach – Mit einem festlichen Jubiläumsgottesdienst hat die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Heggbach auf den Marktplatz vor der Kirche am Montag ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Motto „Arbeit mit Hand und Herz“ feierten zahlreiche Beschäftigte, Mitarbeiter, Ehrengäste und Freunde zusammen mit Maselheims Pfarrer Ludwig Hager den Erfolgsweg der Werkstatt.

Am Ende des Gottesdienstes brandete langanhaltender Applaus auf. Schon das Anfangslied „Unser Leben sei ein Fest“ hatte die Richtung für das Jubiläum vorgegeben, das die St. Elisabeth-Stiftung Corona-bedingt mit einem Jahr Verzug feierte.

Stiftungsvorstand Matthias Ruf nahm in seiner kurzen Ansprache Bezug auf das Jubiläumsmotto: „Sie alle arbeiten hier mit Hand und Herz. Das zeigen Sie mit der Freude bei dieser Feier – und es wird in der Qualität Ihrer Arbeit deutlich, die von der Kundschaft und unseren Partnerfirmen sehr geschätzt wird. Vielen Dank von uns allen dafür.“

Elmar Schmid und Elvira Bogenrieder vom Werkstattrat der WfbM Heggbach enthüllen mit Doris Kaiser, Niederlassungsleitung Teilhabe und Bildung, Bilder der Fotoausstellung.
Elmar Schmid und Elvira Bogenrieder vom Werkstattrat der WfbM Heggbach enthüllen mit Doris Kaiser, Niederlassungsleitung Teilhabe und Bildung, Bilder der Fotoausstellung. (Bild: St. Elisabeth-Stiftung)

Ruf enthüllte bis dahin verdeckte Leinwände, die rechts und links vom Altar standen. Darauf zu sehen waren einerseits Porträts von Beschäftigten und andererseits Fotos ihre Hände – die Bilder hat der aus Biberach stammende Fotograf Tobias Heyel gemacht. Anschließend enthüllte der Vorstand auch noch das Plakat mit der Aufschrift des Mottos: „50 Jahre Werkstatt Heggbach – Arbeit mit Hand und Herz“.

Steffi Etzinger, kommissarische Leitung des Heggbacher Werkstattverbunds, blickte auf die Anfänge der Werkstatt zurück – die WfbM Heggbach war die Basis für den Werkstattverbund. „Von Anfang an wurden hier immer wieder neue Angebote kreiert, sodass wir heute im Werkstattverbund mehr als 1000 Beschäftigte haben. Vielen Dank an alle, die hier arbeiten und so zum Erfolg der Werkstatt beitragen.“

Einige Lieder und das Vaterunser in Gebärdensprache mit Rita Schultheiß vom Seelsorgeteam.
Einige Lieder und das Vaterunser in Gebärdensprache mit Rita Schultheiß vom Seelsorgeteam. (Bild: St. Elisabeth-Stiftung)

Das Leitungsteam der Werkstatt – Markus Dewein, Doris Kaiser und Martina Miller – stellte die neu erschienene Jubiläumsfestschrift vor, die einen Querschnitt aus 50 Jahren WfbM Heggbach bietet. Martina Miller, mit Doris Kaiser zusammen verantwortlich für den Bereich Teilhabe und Bildung, interviewte stellvertretend für alle anderen Beschäftigten Sybille Krug. Sie arbeitet seit 40 Jahren in der WfbM Heggbach und berichtete über ihre verschiedenen Tätigkeiten.

Jede ihrer Arbeiten verrichtete sie sehr gerne. „Das hat alles sehr viel Spaß gemacht“, stellte Sybille Krug fest und erntete dafür spontan Applaus.

Maselheims Pfarrer Ludwig Hager zelebrierte den Jubiläumsgottesdienst.
Maselheims Pfarrer Ludwig Hager zelebrierte den Jubiläumsgottesdienst. (Bild: St. Elisabeth-Stiftung)

Pfarrer Ludwig Hager bezog das Evangelium mit dem Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13) auf die Arbeit der Werkstatt. Es benötige manchmal etwas Zeit, bis Körner Früchte hervorbringen. Nach 50 Jahren sehe man die Früchte, die in der Werkstatt hervorgebracht wurden.

„Sie haben geschafft, dass Menschen gerne zusammenkommen, dass der Tag ein Gesicht bekommt, dass es Freude macht hier zu arbeiten“, zählte der Pfarrer auf und kam zu dem Schluss: „Sie geben hier Teilhabe an der Gemeinschaft und fördern Arbeit mit Hand und Herz. Gratulation, dass Sie das zustande gebracht haben.“

(Pressemitteilung: St. Elisabeth-Stiftung)