Förderzusage für die LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben

Förderzusage für die LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben
von links nach rechts: Emmanuel Frank (LEADER-Geschäftsstelle), Elfriede Elser (stellvertretende Vorsitzende), Erster Landesbeamter Markus Möller (Alb-Donau-Kreis), Alois Henne (Vorsitzender), Minister Peter Hauk MdL, Landrat Mario Glaser (Biberach), Erste Landesbeamtin Claudia Wiese (Sigmaringen) und Anne Reiser (LEADER-Geschäftsstelle). (Bild: LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben)
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Redaktion

Die LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben wurde für die kommende Förderperiode ausgewählt. Sie ist damit Teil der Förderkulisse LEADER 2023 – 2027 der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“.

In den 44 Gemeinden entlang der Donau, der Lauchert und rund um den Federsee aus den drei Landkreises Sigmaringen, Biberach und Alb-Donau-Kreis können in den kommenden Jahren Förderanträge gestellt werden. Aktuell können noch bis Ende November Anträge auf Kleinprojekte eingereicht werden.

Am Montag überreichte Minister Peter Hauk die Ernennungsurkunde den Vertreterinnen und Vertretern aus insgesamt 20 LEADER-Regionen, darunter auch aus dem LEADER-Aktionsgebiet Oberschwaben. Im Fokus der kommenden Förderperiode stehen bei der Aktionsgruppe Oberschwaben die drei Handlungsfelder regionaler Green Deal, zukunftsfähige Infrastrukturen, Zusammenleben und Innovation sowie interkommunale Zukunftskooperation.

Bis Ende November können noch Anträge für „Kleinprojekte“ eingereicht werden

Bereits jetzt können Förderanträge eingereicht werden. Ziel ist eine nachhaltige strukturelle Weiterentwicklung. Regionale Wirtschaftskreisläufe, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel von vor Ort, die Nutzung regenerativer statt fossiler Energie oder die Nahversorgung sowie die Nutzung leerstehender Gebäude sind Beispiele. Beim Projektaufruf für Kleinprojekte steht daher der Klima- und Ressourcenschutz im Mittelpunkt: die Hälfte der Fördermittel sind hierfür reserviert. Bis 30. November können Anträge für die 80prozentige Förderung gestellt werden.

Es können Projektideen eingereicht werden, die den Zielen der LEADER-Aktionsgruppe und dem GAK-Rahmenplan entsprechen. Die Projekte dürfen nicht teurer als 20.000 € (Netto) sein und müssen grundsätzlich investiv sein. Stichtag für die Einreichung der Anträge ist Mittwoch, der 30. November 2022. Insgesamt stehen 200.000 € Fördermittel für Kleinprojekte bereit. Jeder Antrag wird daher im Sinne der LEADER-Ziele bewertet, die Bestbewerteten werden ausgewählt.

Was sind für Investitionen denkbar? Die LEADER-Aktionsgruppe gibt keine Ideen vor, hat keine Liste an möglichen Projekten. Warum? Weil LEADER davon ausgeht, dass die besten Ideen von den Menschen vor Ort kommen, weil jede und jeder selbst am besten weiß, was zur strukturellen Entwicklung im Sinne der LEADER-Ziele von Nöten ist. Also: Ihre Idee ist gefragt!

Bisherige Projektbeispiele sind entsprechend vielfältig: Fahrradabstellboxen und Lastentransportfahrräder für eine umweltfreundliche und gesunde Alltags-Mobilität. Die Einrichtung von Verkaufsstellen oder Automaten regionaler Bio-Landwirte für eine naturnah erzeugte, regionale Lebensmittelversorgung. Ein Infopavillon für Stroh als Baustoff, um im Bausektor Ressourcen einzusparen. Die Installation von recycelten Solaranlagen mit Speichern für eine lokale Nutzung oder sogenannte Balkon-Solaranlagen. Aber auch Outdoor Sport- und Gesundheitsgeräte, die der Allgemeinheit zur Fitness dienen usw.

Informationen zum Antragsverfahren und weitere Projektbespiele unter www.leader-oberschwaben.de. Telefonische Auskunft und Beratung bei der LEADER-Geschäftsstelle im Landratsamt Sigmaringen, Emmanuel Frank unter 07571 / 102-5010.

(Pressemitteilung: LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben/Landkreis Sigmaringen)