Flohmarkt to go

Flohmarkt to go
Ein kleines Sammelsurium zu verschenken. (Bild: Daniela Leberer)

Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass viele beliebte Flohmärkte in der ganzen Region abgesagt wurden. Schnäppchenjäger gehen leer aus und manch einer stöhnt schon wieder über den vollgeräumten Keller oder Dachboden. Viele wissen sich aber zu helfen und greifen den neuen Trend auf.

Es wird eine Pappschachtel oder eine Holzkiste mit kleineren Utensilien, die man nicht mehr braucht, vor die Tür in Freie gestellt. Ein Zettel mit der Aufschrift „Zu verschenken“ zeigt an, dass man sich hier kostenfrei bedienen darf.

Eine Idee, die sich durchgesetzt

Über solche Schachteln stolpert man die letzte Zeit immer wieder – ob in der Stadt oder auf dem Land, in Seitenstraßen oder Wohnsiedlungen, sie schießen wie Pilze aus dem Boden. Meistens stehen die gut gefüllten Schatzkisten keine zwei Stunden und der Inhalt ist weg. Viele Fußgänger nehmen sich aus dem Sammelsurium ein Buch, einen nagelneuen Bilderrahmen oder eine kleine Tupperschüssel mit. Die Auswahl ist oft vielseitig.

Auch Spielsachen für Babys und Kleinkinder werden gerne verschenkt. (Bild: Daniela Leberer)

Manch einer ist gerade am Umziehen und stellt sogar einen Lampenschirm oder den ausgedienten Bürostuhl vor das Haus. Der „Flohmarkt to go“ nimmt an manchen Stellen fast schon ungeahnte Formen an. Die Idee, die sich seit längerem schon durchgesetzt hat, ist einfach und äußerst praktisch. Not macht eben erfinderisch.

Das Aufräumen nicht vergessen

Was viele aber nicht beachten ist die Tatsache, dass Sachen, die man loswerden will, nicht einfach auf die Straße gestellt werden dürfen. Wer sicher gehen möchte, dass er gegen keine Vorschriften verstößt, stellt seine Schätze besser in die eigene Garageneinfahrt oder in den Vorgarten. Man will schließlich mit der Stadt oder der Gemeinde keinen Ärger bekommen. Richtig ist es auch, die leere Schachtel wieder aufzuräumen – ob mit oder ohne Inhalt.