Feierliche Rückkehr des Renaissance-Portals in die Landesakademie Ochsenhausen

Feierliche Rückkehr des Renaissance-Portals in die Landesakademie Ochsenhausen
Landrat Dr. Heiko Schmid, Ministerialdirektor Daniel Hager-Mann, Prof. Dr. Astrid Pellengahr, Direktorin des Landesmuseums Württemberg, Ministerialdirektor Jörg Krauss und Bürgermeister Andreas Denzel (v.l.n.r.) freuen sich über die Rückkehr des Renaissance-Portals. (Bild: Landesakademie)
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Redaktion

Ochsenhausen – Am Montag, 18. Oktober 2021 wurde die Rückkehr des Renaissance-Portals in die Landesakademie Ochsenhausen gefeiert. Das Renaissance-Portal war im Jahr 1887 vom König von Württemberg ausgebaut worden. Mit der Rückkehr an den ursprünglichen Platz ist die große Halle der Prälatur des ehemaligen Klosters Ochsenhausen nahezu wieder in den ursprünglichen Zustand von 1583 versetzt worden.

Zur offiziellen Übergabe begrüßte Daniel Hager-Mann, Ministerialdirektor des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg die anwesenden Gäste mit den Worten: „Mit überschäumender Ornamentik, exzellenten Schnitzereien und wunderbaren Intarsienarbeiten ist die Prälatur eines der seltenen Zeugnisse der Renaissance in Oberschwaben – und nun strahlt sie wieder in der ursprünglichen Zusammensetzung. Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Symbol oberschwäbischer Identität nach 134 Jahren wieder an seinem angestammten Platz ist.“. Ministerialdirektor Jörg Krauss vom Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg, dem das für den Einbau zuständige Amt Ulm des Landesbetriebs Vermögen und Bau zugeordnet, ergänzte: „Ich freue mich über die Rückkehr des Portals an seinen ursprünglichen Platz.

Damit erhält Oberschwaben einen bedeutenden Kunstschatz zurück. Das Projekt war eine Herausforderung, denn benötigt wird auch ein ganz bestimmtes Raumklima. Dem Amt Ulm und dem Württembergischen Landesmuseum ist das hervorragend gelungen.“

Landrat Dr. Heiko Schmid führt aus: „Ich bin sehr dankbar, dass das Renaissance-Portal jetzt wieder zu seinem Ursprung zurückgekehrt ist. Dort, wo es herkommt und dort wo es hingehört und es sich harmonisch, ja perfekt in seine Umgebung einfügt. Und dort, wo es für ein breiteres Publikum zugänglich und in seiner ganzen Pracht erlebbar wird. Es war mir deshalb ein besonderes Anliegen, mich für die Rückkehr einzusetzen. Dass dies in einer gemeinsamen Aktion aller Beteiligten gelungen ist, freut mich sehr.“

Das Portal wird dem Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg als Dauerleihgabe des Landesmuseums Württemberg zur Verfügung gestellt. Dessen Direktorin Prof. Dr. Astrid Pellengahr betonte: „Das Landesmuseum Württemberg sieht sich zur öffentlichen Präsentation seiner Objekte verpflichtet, sofern die konservatorischen Bedingungen stimmen. Wir haben derzeit über 800 Dauerleihgaben im ganzen Land“. Kurator Dr. Olaf Siart hob die Bedeutung des Renaissance-Portals hervor: „Der Stifter, Abt von Ochsenhausen, pflegte als geistlicher Reichsfürst eine selbstbewusste Repräsentation. Die figürlichen Schnitzereien verbinden überzeugend spätgotische Bildtraditionen mit damals ganz modernen Formen.“

Prof. Klaus Weigele, Direktor der Landesakademie sprach im Nachgang allen beteiligten Personen, die die Rückkehr des Renaissance-Portals möglich gemacht haben, im Namen der Landesakademie seinen herzlichen Dank aus.

(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)