Feier zum Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende

Feier zum Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende
Ein Team von verschiedenen Mitarbeitern beantwortete zahlreiche Fragen. (Bild: Caritas Bodensee-Oberschwaben)
WOCHENBLATT
Redaktion

Ravensburg (pr/le) – Im vergangenen Jahr starben bundesweit über 1.800 Menschen durch den Gebrauch illegaler Drogen. Das stellt nach 20 Jahren einen neuen Höchststand dar. Der Arbeitskreis „Illegale Drogen“ des Suchthilfenetzwerks veranstaltete am Ravensburger Bahnhof eine Gedenkfeier.

Am 21. Juli fand der 25. Nationale Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende statt. Der erste wurde 1997 von der Mutter eines durch Drogen verstorbenen jungen Mannes ins Leben berufen. Zum ersten Mal seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat der Arbeitskreis „Illegale Drogen“ eine gemeinsame Gedenkfeier am Ravensburger Bahnhof veranstaltet.

Viele Fragen wurden beantwortet

Der Arbeitskreis besteht aus unterschiedlichen Fachdiensten aus dem regionalen Suchthilfenetzwerk. Neben kostenlosem Essen und Getränken fanden Interessierte viel Informationsmaterial zum Thema Suchterkrankung und Safer Use. Außerdem standen Mitarbeitende der Arkade Bereich Streetwork, dem Dornahof Württemberger-Hof, dem ZfP Süd-Württemberg und den Caritas Suchthilfen als Ansprechpersonen für unterschiedliche Fragen und Anliegen zu Verfügung.

Austausch ist wichtig

Zudem bestand wieder die Möglichkeit, dem Gedenken an die verstorbenen Angehörigen, Freunde oder Bekannten eine persönliche Note zu geben. An den Ästen eines gezeichneten Baumes haben viele Menschen Wünsche und persönliche Worte in Form einer bunten Notiz befestigt. Diese Veranstaltung erzielte die gewünschte Wirkung. Viele Personen, ob selbst von der Thematik betroffen oder nicht, haben die Chance zur Teilnahme und interessiertem Austausch ergriffen.

(Pressemitteilung: Caritas Bodensee-Oberschwaben/Michaela Hattler)