FDP-Politiker Klaus Hoher: „Leider trifft es die Falschen“

FDP-Politiker Klaus Hoher: „Leider trifft es die Falschen“
(Bild: Screenshot Website)
WOCHENBLATT
Redaktion

Salem – Die Ministerpräsidentenkonferenz und Kanzlerin Merkel haben – laut Mitteilung des Landtagsabgeordneten Klaus Hoher (FDP) – für November weitere Einschränkungen an den Parlamenten vorbei entschieden. Zugegeben, so Hoher, der Anstieg der Infizierten ist alarmierend und die Belegung der Intensivbetten steigt.

Doch die beschlossenen Maßnahmen gingen schlicht an den derzeitigen Erkenntnissen vorbei. Familienfeiern, Urlaubsrückkehrer und Schlachtbetriebe seien für die großen Infektions-Hotspots verantwortlich. Die Einschränkungen träfen die Falschen, es würden die falschen Branchen zu Sündenböcken gemacht.

Im Hotel- und Gaststättengewerbe seien Hygiene-, Abstands- und Nachverfolgungsregeln eingeführt und könnten überwacht werden. „Die Hoteliers und Gastronomen haben viel Geld in Hygienemaßnahmen investiert, dies wird nun leider nicht belohnt, im Gegenteil. Gleiches gilt für die Kulturbranche. Veranstaltungen, Museen, Konzerte, Kinos und vieles mehr haben gute Hygienekonzepte vorgelegt, leider vergebens“, stellt Klaus Hoher klar.

Und weiter: „Besonders unverständlich halte ich als sportpolitischer Sprecher die Verbote im Amateursport. Sportplätze im Freien sind nachweislich keine Infektionsherde, dennoch müssen Kinder, Jugendlichen und Erwachsene ihre bevorzugten Sportarten für einen Monat ruhen lassen.“

Statt nur auf die Infektionszahlen und die Sieben-Tages-Inzidenz zu schauen müsse die Anzahl der schweren Verläufe bei der Beurteilung der Corona-Pandemie eine wesentlich stärkere Rolle spielen. „Noch haben wir genügend freie Intensivbetten. Viel beunruhigender ist die Tatsache, dass hierfür das Pflegepersonal fehlt. Dazu finde ich im neuen Maßnahmenkatalog leider nichts“, kritisiert der liberale Politiker aus Salem-Grasbeuren.