Fahrrad- und Mobilitätsbranche macht sich bereit, um Innovationen zu präsentieren

Fahrrad- und Mobilitätsbranche macht sich bereit, um Innovationen zu präsentieren
Die Eurobike findet dieses Jahr zum ersten Mal in Frankfurt statt. (Bild: Messe Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen/Frankfurt – Namhafte Firmen von heute und morgen begegnen sich auf der Leitmesse Eurobike – Ausgebuchte Start-Up-Area und zurückkehrende Branchenriesen machen die Messe zur Innovationsschau

In wenigen Wochen öffnet die Eurobike zum ersten Mal in Frankfurt ihre Türen. Große Teile der Fahrrad- und Mobilitätsbranche stecken in den letzten Vorbereitungen, um sich vom 13. bis 17. Juli 2022 in der Main-Metropole von ihrer besten Seite zu zeigen. Die Eurobike fungiert als Begegnungsstätte innerhalb der Branche und mit den Endverbrauchern.

Dieses Versprechen zieht junge, innovative Firmen auf das Messegelände und in die ausgebuchte Start-Up-Area. Aber auch große Player der Branche nutzen die Eurobike, um ihr Portfolio und ihre Innovationen zu präsentieren. Viele wichtige Marken sind wieder dabei – und einige große Namen kehren auf die Leitmesse zurück.

„Mit einer Spitzen-Beteiligung von mehr als 1500 ausstellenden Unternehmen aus aller Welt zeigt die 30. Eurobike was gemeinsam möglich ist – Frankfurt wird zur Eurobike City und Radfahren und urbane Mobilität von Morgen sind im Kontext der aktuellen Ereignisse relevanter denn je“, kündigt fairnamic-Geschäftsführer Stefan Reisinger an.

In der voll besetzten Start-Up-Area der Eurobike tummeln sich sehr unterschiedliche und spannende Akteure. Um im Spotlight der global bedeutenden Fahrradmesse zu stehen, nehmen sie teils weite Reisen auf sich. Die jungen und innovativen Firmen repräsentieren die Vielfalt der Eurobike, sie stehen in Halle 8, dem Aushängeschild für Future Mobility für wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte.

Auf einer Event-Fläche mit Networking Lounge können die Start-Ups sich mit dem Fachpublikum und den Besuchern verknüpfen und große Schritte in ihre persönliche Zukunft und die Zukunft der Branche gehen.

Das Start-Up Hillstrike d.o.o bedient Adrenalin-Junkies sowie Neulinge des Mountainbikens und Skifahrens. Dafür bringt die slowenische Firma Fahrradtechnik, wie grip-reiche Downhill-Pedale und leistungsfähige Federgabeln mit drei kurzen Skiern zusammen. Das Snowtrike bietet beim Ski-Biking mit der Neigetechnik im Hinterbau ein echtes Carving-Erlebnis und beweist: Technologie aus der Fahrradbranche hat das Potenzial, auch andere Branchen zu verändern.

Auch im performance-orientierten High-Tech-Sektor der Fahrradindustrie präsentiert die Eurobike Newcomer. Die britische Aero Sensor Ltd. hat Sensoren entwickelt, die die Körperhaltung auf dem Fahrrad und den Luftwiderstand hochpräzise überwachen. Gepaart mit einem dritten Sensor, der Rundenzeiten misst und direkt auf den Radcomputer überträgt, soll die Technologie große Schritte auf dem Weg zur optimalen Aerodynamik ermöglichen.

Physische Produkte können mit der Imero GmbH mit wenig Aufwand eine individuelle digitale Komponente bekommen. Die Firma bietet NFC-Chips an, die sich in allen möglichen Produkten, also auch in Fahrrädern und Accessoires verbauen lassen.

Über die Imero-Plattform kann der digitale Content direkt erstellt werden. Kunden und Kundinnen können dort Ersatzteile oder Accessoires anbieten, den Kundenservice erreichbar machen, Gebrauchsanweisungen oder Echtheitszertifikate einstellen. Für Firmen und ihre Geschäftsmodelle bedeutet das, einen neuen Kommunikationskanal mit der Kundschaft zu haben.

Das Thema Mikromobilität kommt auf der Eurobike nicht zu kurz. Auch jenseits klassischer Fahrräder und E-Bikes etablieren sich derzeit viele neue Lösungen am Markt und in der Gesellschaft. In der Start-Up-Area der Eurobike präsentiert die israelische Firma Revoltz Ltd ihre Vorstellung von elektrischen Leichtfahrzeugen.

Diese besteht aktuell aus einem Transportfahrzeug namens Porto und dem dreirädrigen Personentransporter O3. Beide Modelle können weit über 100 Kilometer mit einer Akkuladung fahren. Das Fahrerlebnis soll sicher, schnell, effizient und unterhaltsam sein, nicht zuletzt durch das aerodynamische Design.

Wichtige Branchengrößen kehren zur Eurobike zurück

Die lange Liste an Branchen-Schwergewichten, die sich auf der Eurobike präsentieren, signalisiert die hohen Erwartungen an die Leitmesse. Sie ist Treiber des Mobilitätswandels und zeigt nachdrücklich die Kraft, mit der die Fahrrad- und LEV-Wirtschaft Schwung aufbauen.

Ein besonderes Verhältnis zum Standort Frankfurt hat der Händlerverbund Bike & Co. 2021 führte der Verbund die gemeinsame Händlermesse EUROBICO mit den Machern der Eurobike durch. Sie stellte für die heutige fairnamic GmbH auch einen Testlauf am neuen Standort dar.

Jörg Müsse, Sprecher der Geschäftsführung BICO Zweirad Marketing GmbH kommentiert: „Die Entscheidung als Aussteller auf der diesjährigen Eurobike in Frankfurt dabei zu sein, fiel nach der sehr gelungenen EUROBICO im letzten Jahr nicht schwer. Im Gegenteil, BICO wird auch seine Mitgliederversammlung im Rahmen der Eurobike stattfinden lassen und den Auftritt noch einmal ausbauen.

Grundsätzlich war eine Neu-Aufstellung der Eurobike sicher notwendig und die bisher sichtbaren Entwicklungen sind vielversprechend. Eine reine Sicht auf das Produkt Fahrrad ist zur nachhaltigen Entwicklung des Marktes nicht ausreichend. Der zentrale Standort mit der Unterstützung der Landes- und Kommunalpolitik sind aus meiner Sicht wertvolle Ergänzungen, um das Thema Radfahren stärker in das Bewusstsein von Gesellschaft und Politik zu forcieren.“

Ein absolutes Schwergewicht der Branche ist der Komponentenhersteller Sram, der in diesem Jahr wieder eine große Rolle auf der Eurobike spielen wird. „Mit Ausnahme von 2021 war Sram von Anfang an mit einer großen Präsenz auf der Eurobike vertreten. Aufgrund der Ungewissheit in Bezug auf Covid-19, der Herausforderungen in der Lieferkette und der geringen Teilnehmerzahl haben wir beschlossen, im Jahr 2021 nicht teilzunehmen.

Der neue Standort und die neuen Termine, der Radsportboom, der stärkere Fokus auf die Endverbraucher und der große Wunsch nach persönlichen Kontakten waren wichtige Gründe für uns, wieder an der Eurobike teilzunehmen. Die Organisatoren bewegen sich in die richtige Richtung, und wir sind von dem neuen Ansatz und Konzept überzeugt“, so Sram-Marketing-Managerin Géraldine Bergeron.

Auch der deutsche Taschenhersteller Ortlieb zeigt sich Konzept und Standort gegenüber sehr zuversichtlich. „Der neue Standort ist für uns als international agierende Marke mit Partnern in 50 Ländern gut gewählt, da die Erreichbarkeit der Messe damit natürlich deutlich gestiegen ist. Auch das neue Konzept mit einer klaren, zukunftsorientierten Ausrichtung als Etablierung einer Plattform und Messe für die Mobilität von morgen wirkt bisher sehr stimmig.

Wir blicken daher voller Vorfreude auf die erste Eurobike in Frankfurt und freuen uns auf eine inspirierende Zeit und ein Wiedersehen mit unseren Partnern und Kunden“, meint Peter Wöstmann, PR & Communications Manager bei Ortlieb.

Die 30. Eurobike ist von Mittwoch, 13. Juli bis Sonntag, 17. Juli 2022 jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Publikumstage: Samstag und Sonntag. Weitere Informationen unter: www.eurobike.com.

(Pressemitteilung: Messe Friedrichshafen)