Erstmals wird eine Frau Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz

Erstmals wird eine Frau Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz
Generalsekretärin Beate Gilles (Bild: Schnelle DBK)
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Redaktion

Die Theologin Dr. Beate Gilles wird neue Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz und Geschäftsführerin des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD). Auf der begonnenen Frühjahrs-Vollversammlung haben die Bischöfe Beate Gilles als Nachfolgerin von P. Dr. Hans Langendörfer SJ gewählt, der Anfang Januar 2021 nach 24 Jahren in den Ruhestand getreten war.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, freut sich über das positive Votum der Vollversammlung. „Mit Frau Dr. Gilles wird zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Bischofskonferenz eine Frau Generalsekretärin. Ich sehe das als starkes Zeichen, dass die Bischöfe ihrer Zusage nachkommen, Frauen in Führungspositionen zu fördern. Frau Dr. Gilles gilt als profunde Theologin, stark in den vielfältigen Strukturen der katholischen Kirche vernetzt und mit besten organisatorischen Fähigkeiten ausgestattet. Ihre bisherigen Tätigkeiten und Erfahrungen sind sehr gute Voraussetzungen für die neue Aufgabe“, erklärte Bischof Bätzing unmittelbar nach der Wahl. Mit der Veränderung des Titels „Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz“ komme man einer Anpassung an die internationalen Gegebenheiten nach, zumal das kirchliche Recht diese Begrifflichkeit verwende.

Dr. Beate Gilles sagte nach ihrer Wahl: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Nach über zehn Jahren in Limburg und zuvor in Stuttgart hoffe ich, den Ansprüchen an diese Stelle umfassend gerecht werden zu können. Mit Respekt schaue ich auf die Leistung meines Vorgängers, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, der das Sekretariat und den Verband mehr als zwei Jahrzehnte mitgeprägt hat. Es ist gerade eine herausfordernde, aber auch spannende Phase für die katholische Kirche in Deutschland. Mit dem Synodalen Weg hat etwas Neues begonnen. Dieser Prozess wird es mir ermöglichen, die differenzierte katholische Landschaft schnell kennenzulernen. Außerdem freue ich mich darauf, die Kollegen im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und im VDD kennenzulernen. Die hohe Leistungsfähigkeit ist mir bekannt, aber die wenigsten Gesichter dahinter kenne ich bis jetzt persönlich. Auf diese Begegnungen freue ich mich.“

(Quelle: Deutsche Bischofskonferenz)