Erster Matchball in Berlin

Erster Matchball in Berlin
Mark Lebedew will auch im dritten Finale jubeln. (Bild: Kram)
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Redaktion

Zwei Siege in der „best-of-five“-Finalserie hat der VfB Friedrichshafen schon. Am Samstag (23. Januar, 18:30 Uhr live bei TWITCH) können die Häfler in der Max-Schmeling-Halle mit einem weiteren Erfolg gegen die BR Volleys die Meisterschaft klar machen – die erste für den VfB seit dem Jahr 2015. Die Häfler wollen dafür weiter ihrem Matchplan folgen und die richtigen Lösungen finden. Berlin steht nach zwei Niederlagen aus den ersten beiden Partien mit dem Rücken zu Wand.

Der erste Satz ging bislang immer an Berlin. So war das im Pokalhalbfinale und auch in beiden Finalpartien um die Deutsche Meisterschaft. Jedes Mal zog Friedrichshafen nach und holte sich schließlich auch den Sieg. „Ich würde ganz gerne auch mal einen ersten Satz gewinne“, lacht VfB-Coach Mark Lebedew. Der Australier weiß aber auch, dass es „auf den gar nicht so richtig ankommt“. Volleyball ist ein bisschen wie Schach ohne Bauern. „Bisher hatten alle Partien einen anderen Charakter“, erklärt Lebedew. Im ersten Spiel war der Häfler Block übermächtig, im zweiten dann nahmen beide Teams hervorragend an und machten die Sätze knapp. 

„Wir müssen am Samstag wieder neue Lösungen finden, denn auch das Spiel wird wieder ein anderes werden“, sagt Lebedew auch seinem Team immer wieder. „Vielleicht brauchen wir stärkere Aufschläge, oder wir machen mehr mit unseren Außenangreifern.“ Einen Matchplan hat Mark Lebedew immer, aber der „ist sehr flexibel“, wie er sagt. „Es gibt keinen Plan für jeden einzelnen Ballwechsel. Die Spieler müssen sich immer wieder neu auf jede Situation einstellen.“ 

Vor dem dritten Halbfinale gegen Düren – auch da führte der VfB mit 2:0 in der Serie – war sich Lebedew sicher: Der Gegner wird viel Risiko gehen. Im Fall der BR Volleys geht er zumindest davon aus, dass Jeffrey Jendryk nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder dabei sein wird.

„Alles was Berlin bislang versucht hat, hat nicht lange funktioniert“, analysiert der Australier. „Die Frage ist, ob sie nach einer neuen Taktik suchen, oder ob sie nur den bisher eingeschlagenen Weg besser gehen wollen.  Bei den Häflern wird es keine Überraschungen geben. Bis auf Vojin Cacic, der sich im ersten Finale einen Achillessehnenriss zuzog, sind alle Spieler fit. Ein Sieg fehlt noch zur Meisterschaft, drei Spiele hat Friedrichshafen dafür Zeit. Ob das den Druck steigen lässt? Ob der dritte Sieg immer der schwierigste ist? Lebedew muss bei dieser Frage erst einmal lachen. „Glaub mir, 2:0 führen ist immer besser als 0:2 hinten zu liegen.“

(Pressemitteilung: VfB Friedrichshafen)