Erste Interdisziplinäre Ausbildungsstation am Universitätsklinikum Ulm eröffnet

Erste Interdisziplinäre Ausbildungsstation am Universitätsklinikum Ulm eröffnet
Die ersten Teilnehmer der ULMINA beim Einführungstag am 18. Oktober. (Bild: Universitätsklinikum Ulm)
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Redaktion

Ulm – Am Universitätsklinikum Ulm (UKU) wird heute die erste interdisziplinäre Ausbildungsstation ULMINA eröffnet. Vier Pflegeauszubildende und vier Medizinstudierende werden in den nächsten vier Wochen gemeinsam die ganzheitliche Patientenversorgung der Ausbildungsstation übernehmen. Ganz auf sich selbst gestellt sind die acht dabei nicht: sie bekommen Hilfestellung von professionellen Lernbegleiter*innen aus der Ärzteschaft und dem Bereich Pflege.

Von der Anmeldung, über die Visite bis zur Entlassung übernehmen die acht Medizinstudierenden und Pflegeauszubildenden alle Aufgaben, die die Patientenversorgung auf der Station E6 der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am UKU umfassen. Von Montag bis Freitag arbeiten die Auszubildenden und Studierenden in zweier Teams jeweils in einer Früh- und Spätschicht auf der Ausbildungsstation. Am Wochenende und in der Nacht übernimmt reguläres pflegerisches sowie ärztliches Fachpersonal. Zur Ausbildungsstation gehören vier Doppelzimmer für acht Patient*innen.

Ziel der ULMINA ist es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Berufsgruppen Pflege und Ärzteschaft zu verbessern. „Mit der Interdisziplinären Ausbildungsstation möchten wir den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, theoretisches Fachwissen in einem geschützten Raum in der Praxis umzusetzen. Durch die gemeinsame Arbeit soll das berufsgruppenübergreifende Verständnis füreinander gestärkt werden“, so Professor André Mihaljevic, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am UKU und Initiator der Ulmer Ausbildungsstation.

Die Patient*innen werden vorab informiert und können dann selbst entscheiden, ob sie auf der Ausbildungsstation behandelt werden möchten. „Erfahrungen aus anderen Ausbildungsstationen in Heidelberg oder Freiburg zeigen, dass sich die Versorgungsqualität verbessert und die Patientenzufriedenheit auf den Ausbildungsstationen sogar höher ist, als auf anderen Stationen“, so André Mihaljevic weiter.

„Wir freuen uns sehr, dass nach knapp einem Jahr Vorbereitungszeit die ULMINA heute startet. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die sich für die Ausbildungsstation am UKU eingesetzt und engagiert haben. Und den Auszubildenden und Medizinstudierenden wünsche ich viel Erfolg und viel Spaß“, sagt Sven Dörr, Pflegedienstleitung des Zentrums für Chirurgie am UKU.

Die ULMINA findet jeweils zwischen vier und fünf Wochen statt. Der zweite Block startet im Januar 2022.

(Pressemitteilung: Universitätsklinikum Ulm)