Ermittlungserfolg gegen Betrüger- und Diebesbande

Ermittlungserfolg gegen Betrüger- und Diebesbande
Ermittlungserfolg gegen Betrüger- und Diebesbande / Symbolbild Polizeibeamte (Bild: Pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Bad Wurzach/Eberhardzell (Lkrs. Ravensburg/Biberach) (ots) – Nach umfangreichen und intensiv geführten Ermittlungen ist Beamten des Polizeipräsidiums Ravensburg ein Schlag gegen eine sechzehnköpfige Betrüger- und Diebesbande gelungen, deren Mitgliedern nach bisherigem Ermittlungsstand insgesamt 123 Straftaten zur Last gelegt werden.

Die Staatsanwaltschaft Ravensburg wirft den Männer und Frauen im Alter von 17 bis 58 Jahren vor, zwischen März 2016 und Februar 2021 zahlreiche Betrugs- und Diebstahlsdelikte mit einer Gesamtschadenssumme von rund 150.000 Euro begangen zu haben.

Die polizeilichen Nachforschungen konzentrierten sich zunächst auf einen 22-jährigen Jungunternehmer, der im Verdacht steht, im großen Stil Aufträge für Speditionsunternehmen ohne behördliche Genehmigung durchgeführt und dabei widerrechtlich Erlöse im hohen sechsstelligen Bereich erwirtschaftet zu haben.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen gelang es einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe des Fachdienstes Gewerbe und Umwelt, ein kriminelles Netzwerk offenzulegen, das sich vorwiegend aus Mitgliedern eines Familienverbundes zusammensetzt. Mehrere Tatverdächtige sind bereits einschlägig vorbestraft.

Ein erheblicher Teil der Gesamtschadenssumme ist auf gewerbsmäßigen Warenkreditbetrug zum Nachteil mehrerer Opfer zurückzuführen, indem sie bei Vertragsabschlüssen falsche Personalien angaben und rechtswidrig Bestellungen im Namen Minderjähriger durchführten. Hohe kriminelle Energie zeigten die Tatverdächtigen, die sich im Rahmen der Ausübung des Gewerbes mehrmals widerrechtlich Transportgut aneigneten und zur Selbstnutzung im Familienkreis verteilten oder gewinnbringend veräußerten. Es besteht zudem der dringende Verdacht, dass unrechtmäßig Corona-Soforthilfen sowie Kurzarbeitergeld zum Nachteil der öffentlichen Hand in Höhe von über 22.600 Euro bezogen wurden.

Ferner wird den Männern und Frauen ein breites Spektrum weiterer Taten vorgeworfen, das von Straßenverkehrsdelikten bis zu Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt reicht. Bei den polizeilichen Folgemaßnahmen konnte umfangreiches Diebesgut sichergestellt werden.

Die polizeilichen Ermittlungen dauern bis auf Weiteres an.

(Pressemitteilung Polizeipräsidium Ravensburg)